28. März 2015

Alltagsperlen im März

Wie die Zeit verfliegt!
Während ich hier in kranken Männern untergehe, hat sich doch glatt der letzte Freitag im Monat (mein persönlicher "Freutag") klammheimlich an mir vorbeigeschummelt.
Frau Vau: Alltagsperlen im März - Insta-Collage
In aller Kürze hier also die kleinen Momente, die meinen März doch ganz nett haben werden lassen:
  • Frühling auf dem Vormarsch, und zwar ganz eindeutig.
    Die Tage mit blauem Himmel überwiegen im März, das finde ich nach dem recht grauen Drisselwetter der letzten beiden Monate sehr schön :)
  • Post! Neue Stempel von Papierprojekt und viele hübsche Karten aus der Happy Mail.
  • Das erste Eis des Jahres.
    Während ich schlotternd auf der Bank saß und ein bisschen Mühe mit dem Genießen hatte, fand der kurze Mitbewohner das Eis "ganz kötzlich" und "sehr lecker" - also habe ich mich einfach mitgefreut. Scheinbar ist die richtige Eis-Temperatur auch altersabhängig ;)
  • Nummer eins auf meiner Top-Ten-Schnitt-Liste kann ich abhaken: Die Belcarra Blouse ist fertig, zumindest V1.0.
    Noch leicht verbesserungsfähig, aber durchaus tragbar. Eigentlich wollte ich sie beim MMM diese Woche schon zeigen, aber das ging mangels Tragefoto dann doch noch nicht. Trotzdem immer ein Glücksmoment: Nähzeit!
  • Kaffeetrinken mit dem Schwesterkind. Zwar in "Mission weißer Sonntag", aber trotzdem: Ein seltenes Vergnügen, also Freuzeit! 
  • Ganz nebenbei möchte ich mich mal bei euch für die vielen netten, informativen und konstruktiven Kommentare in den letzten Wochen bedanken - ich freue mich wirklich darüber! ♥
Das war nicht viel?
Nun, wie gesagt: Männerkrankheiten, lange Abwesenheiten, kleine (eigentlich unwichtige) Ärgernisse, geplante Posts waren zeitmäßig nicht zu schaffen...
Manchmal ist man dann doch zu sehr in seinem Trott gefangen um die kleinen Freuden zu erkennen, und aus dem März ist insgesamt so ein bisschen die Luft raus gewesen.

Aber vielleicht möchtet ihr noch etwas hinzufügen?
Nur zu!
Wie war euer März?
Herzlichst, Frau Vau

18. März 2015

10 Must-Have-Schnitte für den Sommer [meine ganz persönliche Liste]

Wie ihr ja wisst, organisiere ich ein bisschen im Kleiderschrank herum.
Dazu gehört (zu meinem Leidwesen) auch, dass ich mehr oder weniger geplant ans Nähen herangehen muss, um Einzelstücke auf ein Minimum zu reduzieren und dauerhaft eine eher kombinationsfreudige Garderobe zu erhalten.

Das geht nicht von heute auf morgen, aber ich kann ja schonmal anfangen zu planen und zu träumen. Denn sind wir mal ehrlich: Ich werde bis zum Sommer wohl nicht meine kompletten "10 Must-Have-Schnitte für den Sommer" abarbeiten können. Dafür bin ich zu oft alleine und habe damit auch zu wenig Nähzeit (und ich bin einfach kein Nachtnäher, da mache ich Fehler...).
Frau Vau's 10 Must-Have-Schnitte für den Sommer
Hier also die 10 Schnitte zur Ergänzung und Erweiterung meines Kleiderschrankes, die in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen auf meine ganz persönliche Sommer-Näh-Bucketlist gewandert sind:

  1. Eine Belacarra-Bluse von Sewaholic (oder zwei...).
    Ja, ein schlichter Raglan-Schnitt. Der MUSS einfach sein. Leicht und einfach zu nähen: Instant gratification. Anpassungsfähig, Änderungsfreudig, leicht zu bügeln(!).
    Genau das, was ich nach zwei Wochen Alleinerziehung wiedermal brauche: Ein schnelles Projekt mit gutem Endergebnis.

  2. Das Myrtle Dress von Colette Patterns.
    Mehrere Vorteile: Wasserfallkragen (hach ♥), flott zu nähen (also kinderunterbrechungsfreundlich), aus Jersey sogar koffertauglich. Und das Kleid sieht wirklich hübsch aus - was will man mehr?!
    Da ich in diesem Jahr auf einen Urlaub hoffe, wäre reisefreundliche Garderobe durchaus angebracht.

  3. Mindestens ein neues Fledermausshirt. Vielleicht insgesamt etwas schmäler als mein Doppelgänger-Modell und mit längeren Bündchen (ähnlich einer Madita). Gegen eine leichte Abwandlung meines vorhandenen Doppelgänger-Schnittes spricht nichts, und so ein Schlabberwohlfühlsofashirt ist immer gut!
    Stoff und Schnitt: Check!

  4. Eine Zweitversion der "Twist It!" Bluse (Version 1 ist hier zu sehen).
    Ich schwanke noch zwischen langen Ärmeln und Chiffon und kurzen Ärmeln und Baumwollbatist.  Oder beides? ;)

  5. Eine Chino-Hose in freundlichem, sommertauglichem schwarz.
    Warum habe ich eigentlich noch keine Kaufversion in schwarz gesehen? Es muss also eine Version in schwarz her. Schnitt steht schon fest, nämlich Burda 7250V, der liegt nämlich hier schon seit letztem Jahr komplett zusammengeklebt herum. 
    Da ich Hosen nähen hasse, wird der auch noch eine Weile liegen - aber auf die Liste kommt sie mal. Für alle Fälle, falls es mich überkommt.
    Kürzlich habe ich sie bei Susanne wiedermal auftauchen sehen, das hat auf jeden Fall meine Liebe für diesen Schnitt mal wieder angefacht. Mal sehen... vielleicht ja doch?

  6. Ein Bleistiftrock. Eigentlich stehe ich mit den Dingern auf Kriegsfuß (Stichwort: Oberschenkel...) - aber dieser "birnenfreundliche" hier von four square walls gefällt mir ausgesprochen gut, das könnte klappen.
    Da ich den Schnitt nicht habe, muss ich mal sehen, welchen ich als Basis benutzen könnte. Sicher gibt eine ältere Burda was her...
    Hat vielleicht eine von euch ein heiße Idee?

  7. Ein Hemdblusenkleid!
    Ein Klassiker, wie ich finde. Sowas gehört in jeden Kleiderschrank, und nachdem ich aus meinem angedeuteten Hemdblusenkleid rausgewachsen bin (Schwangerschaft hieß dann auch "Taille ade"), habe ich keins mehr.
    Ich schwanke noch zwischen den Schnitten von Burda, Modell 113 aus der Januarausgabe 2004, und diesem Schnitt von McCalls, über den ich neulich bei mo.ni.kate wiedermal gestolpert bin. Ein Lemmingschnitt, aber ich mag den Look.
    Burda hätte im Augenblick trotzdem die Nase vorn, da der Schnitt bzw. das Heft vorhanden sind.

  8. Ein Hosenrock. Oder neudeutsch "Culotte".
    Lucy ist in ihrem "Loben und Lästern"-Beitrag vom März auf besagtes Kleidungsstück aus der März-Burda eingegangen. Ich hätte hier die 04/2015 anzubieten, und zwar Modell 113B, von dem ich hoffe, dass ich nicht aussehe wie bestellt und nicht abgeholt.
    Das passiert kleineren Frauen ja gerne mal in weiten Hosen.
    An dieser Stelle die Bemerkung: Ich LIEBE weite Hosen und würde sonstwas dafür geben, Marlene-Modelle tragen zu können. Geht aber figur- und größenbedingt einfach nicht. Sieht blöd aus!
     
  9. Eine leichte Sommerjacke.
    Angedacht war ursprünglich die Käferjacke aus der Burda Vintage.
    Stoff und Futter liegen sogar schon hier, aber ich bin doch mit mir übereingekommen, dass der Schnitt eher "birnenunfreundlich" ist. Thema (vorerst) erledigt, erneute Suche...
    Nun wird es wohl eine Sweatjacke bzw. ein Sweat-Blazer werden.
    Den Schnitt werde ich auf Grundlage einer älteren Mrs. Stylebook erstellen. Das hat bisher immer gut geklappt, und ich muss ohnehin irgendwann mal einen neuen, "postnatalen" Grundschnitt erstellen.
    Für so eine Jacke habe ich mir neulich sogar schon Mädchenstoff gegönnt... hach! ♥

  10. Ein Jerseykleid "für alle Gelegenheiten".
    Namentlich: EVA von yourstylerocks.com. Schlicht, aber doch mit Aha!-Effekt.
    Den Schnitt habe ich vor Urzeiten schonmal heruntergeladen, war aber lange nicht so der Jersey-Nähtyp.
    Seit der Kurze auf der Welt ist, habe ich die Aversion gegen Jersey überwunden und weiß die Vorteile der Arbeit mit Strickwaren zu schätzen. Ihr kennt das ja: Schnell, flott und vergebend muss es sein, weil schon wieder jemand im Hintergrund "was will". ;)
Und ihr? 
Wie macht ihr das eigentlich?
Habt ihr ein kleines Büchlein, in das ihr euch Schnitte, Nummern oder Hefte notiert, die euch "anspringen" oder kleben bei euch auch überall kleine Post-its auf dem Schreibtisch, am Computer, in der Handtasche...?

Sammelt ihr Inspirationen auch auf Pinterest?


Passiert es euch oft, dass ihr zwar "das eine" nähen wollt, am Ende dann aber doch "was ganz anderes" macht? Oder seid ihr eher so richtig gut strukturiert und durchorganisiert?

Zu guter Letzt: Habt ihr auch so eine Liste mit Must-Have-Schnitten für den Sommer?

Ja, ich bin heute extrem neugierig und freue mich über viele Tips und Antworten.
Vielleicht kann ich ja meine Liste dank euch noch ändern oder erweitern? ...

Gespannt wie ein Flitzebogen:
Herzlichst, Frau Vau

15. März 2015

FJKA, Teil 4: Das Frühlingsjäckchen wächst

Ist es denn schon wieder so weit?
Die Zeit fliegt!
Hier also die Berichterstattung für den Frühlingsjäckchen-Knit-Along, die vierte.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Heute auf unserem Stundenplan: Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse

Passform: Hat sich seit der letzten Anprobe an Püppi gebessert.
Ich glaube fast, dass ich doch ganz gut gelegen hatte mit meiner Umrechnerei. Zumindest wirkt es gar nicht mehr sackig, das Gegenteil ist der Fall. Wenn's gewaschen ist, dürfte das hinhauen. Fingers crossed, wie man so schön sagt.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Die Ärmel... Herrje...
Klarer Fall von "read through the instructions before you begin".
Sollte man wirklich tun, denn dann wäre mir vielleicht aufgefallen, dass das Stichmuster beim Ärmel-rund-stricken tatsächlich dramatisch anders ist als beim Körper, wo man ja Hin- und Rückreihen hat.
Es ist die Pest!!!

Jede zweite Reihe bestand aus "drei Maschen stricken, wieder zurück auf die linke Nadel, eine drüberheben, wieder nach rechts..." Es machte mich wahnsinnig.
Außerdem habe ich nach ungefähr 20 Runden (für die ich einen ganzen Abend gebraucht habe) festgestellt, dass das Muster komplett anders aussah, als vorher.
Klar. Strickspannung wesentlich fester, weil nur rechte Reihen, und die überzogene Masche war durch den Richtungswechsel deutlich fester angezogen. Kurz, der Ärmelansatz sah gruselig aus!
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
So habe ich alles wieder geribbelt und stricke die Ärmel jetzt flach nach unten an. Lieber nähe ich zwei Ärmelnähte zu, als dass ich für besagte Ärmel fünf Wochen brauche... von rechts nach links und umgekehrt, am besten fünfmal... Örx!
Das habe ich ja bereits auf Ravelry bei einigen Projekten von "NEON" gelesen, aber nicht geglaubt. Merke: Dochdoch, glaub's ruhig, wenn das andere schreiben!

Erstaunt bin ich, dass das Muster für meine Begriffe extrem viel Wolle frisst.
Ich bin nun schon beim dritten Strang Wollmeise und bin mir nicht sicher, ob das am Ende langt. Also erstmal einen 3/4 Ärmel stricken, stilllegen und dann weitersehen.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Ein kleines Problem ist der Halsausschnitt.
Genauer gesagt der Nacken, der mMn schon sehr weit hoch kommt. Ich hoffe, dass sich das auswäscht oder wegblockt oder sonstwas, denn sonst habe ich hinten ein nerviges Roll-Steh-Schalkrägelchen. Das würde heißen, dass ich komplett ribbeln müsste.

Andere Ärgernisse hat's hier an der Jackenfront bisher nicht, und nun hoffe ich mal, dass das auch so bleibt. Jawohl. ;)

Viel habe ich in den letzten beiden Wochen ja leider nicht geschafft, aber Leben 1.0 hat immer wieder zugeschlagen, so dass an Stricken (oder gar Nähen... pffffft!) gar nicht zu denken war.
Vielleicht schaltet jetzt mal jemand endlich wirklich den Frühling ein, denn so langsam habe ich die Nase voll von eigenen, Männer- und Kinderkrankheiten. So.

Und jetzt?
Ganz klar: Nachsehen, was die anderen so treiben und wie weit unsere Vorturnerinnen sind.
Bitte hier entlang!
Herzlichst, Frau Vau

4. März 2015

Me Made Mittwoch | Twist it, Baby!

Zuwachs im (mittlerweile auf- und ausgeräumten) Kleiderschrank.
Eine schlichte Bluse, die einfach sein musste.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Schnitt: Twist it! von Schneidernmeistern
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Zunächst mal: Ich liebe dieses Blüschen. Leicht, fluffig, figurfreundlich. Schön zu schmalen Jeans, aber auch zu legeren Hosen tragbar.
Der Schnitt ist schlicht und doch clever - Einzelheiten hierzu konnte man in den einschlägigen Nähblogs bereits lesen, und so erspare ich euch eine Wiederholung. Nur soviel sei gesagt: Wenn der Schnitt mal zusammengeklebt ist, kann man so eine Bluse in einem Vormittag zusammentackern. Na, wenn das mal nicht spitzenmäßig ist?!
Obacht muss man aber bei den Manschetten geben, denn die sollte man wirklich erst nachmessen. Wer das, wie ich, in der Anleitung locker-flockig beiseite schiebt, muß nochmal nachschneiden... ich musste 2 cm in der Länge zugeben und würde mal behaupten, dass ich nicht übermäßig kräftige Unterarme habe. Bei der Gelegenheit habe ich sie gleich 1 cm breiter gemacht. Das fällt kaum auf, gefällt mir aber etwas besser.

Ach, und der Stoff... ♥
Gut abgelagerter Crêpe Marocaine von alfatex - von dem ich mir schon überlege, ob ich jetzt nicht noch einzweifünf Meter brauche, weil er doch im Sale ist... (nein, ich bleibe stark...)
Leicht, fluffig, pflegeleicht (ganz wichtig!) aber nicht durchsichtig, und im Alltag wird ohnehin ein Trägershirt drunter getragen.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Beim Zuschneiden und Nähen hat sich der Stoff allerdings als durchaus zickig erwiesen.
Schnitt aufstecken ist nicht - das Zeug verschiebt sich wie der Teufel und nimmt wirklich jeden Pieks übel, selbst bei feinen Nadeln. Beim Anheben des fertig zugeschnittenen Teils verzieht sich erstmal alles fröhlich in sämtliche Richtungen. Klar, ist doch die hintere Hälfte der Bluse im schrägen Fadenlauf geschnitten.

Ich hatte bereits mit "Verzug" gerechnet und deshalb hinten schon eine kleine Kurve angeschnitten. 2 cm mehr Länge sollten mir einen leicht bogigen Saumverlauf bescheren. Aus den gewünschten 2 cm sind nun 4 geworden, aber ehrlich gesagt finde ich das gar nicht schlimm. Gefällt mir sogar recht gut so und ich überlege, ob die nächste Version nicht auch einen längeren Saum hinten bekommt. Drehen werde ich die Bluse ohnehin nicht.

Auf die Mini-Abnäher am Halsausschnitt konnte ich (aus mir unerfindlichen Gründen) verzichten. Ich nehme an, dass das auch dem Stoff geschuldet ist, der sich so wunderbar überall anschmiegt, dass formgebende Abnäher einfach überflüssig werden.
Ulkigerweise passte der Beleg trotzdem genau in den Ausschnitt, den ich gleich nach dem Zuschnitt mit Formband bebügelt habe, damit er mir nicht aus dem Ruder läuft.
Der Beleg ist nur mit ein paar einzelnen Handstichen an der Bluse fixiert. Sichtbares Absteppen hätte mich an der Stelle massiv gestört, und auch nicht zur Leichtigkeit des Stoffes gepasst.

Es würde mich brennend interessieren, ob ihr für solche Stoffe eigentlich immer einen Vorrat an Seidenchiffon in verschiedenen Abtönungen zur Verstärkung zuhause habt?
Ich hatte leider nur weißen hier, der mich farblich aber doch so gestört hat, so dass ich dann für den Beleg doch zu einer extrem leichten, hellgrauen Bügeleinlage unbekannter Herkunft gegriffen habe.
Jaaaaa... das macht man nicht, ich weiß. Schande über mich, aber mit diesem Frevel muss ich (und ihr) jetzt einfach leben.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Obwohl ich Paspeln liebe, habe ich hier auf sie verzichtet. Wiederum hätte das nicht zum leichten Stoff gepasst, wenn ich da eine Baumwollpaspel reingepackt hätte. In der Gewichtsklasse des Hauptstoffes habe ich auch nichts hier, was mich angesprochen hätte (nichtmal schwarz... huch!).
Manschetten und die rückwärtige Mittelnaht wurden also nur abgesteppt, und zwar in türkis. Musste dann doch sein.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Falls sich übrigens jemand über die etwas seltsame Musterplatzierung auf dem Rücken wundert: Einen Tod musste ich sterben, wenn ich vorne die Sterne nicht genau mittig oder vielleicht sogar an expliziter Stelle haben wollte... ;)

Alles in allem ein wirklich schönes Teil, und ich werde das sicher auch nochmal nähen. Vielleicht mit gerafftem Ausschnitt oder langen Ärmeln oderoderoder. Mal sehen.
Der Schnitt ist ja durch seine Schlichtheit sehr wandlungsfähig.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
So, jetzt hüpfe ich mit der neuen Frühlingsbluse noch rüber zum MeMadeMittwoch und schaue, was die anderen heute so tragen...
Schaut doch auch mal rein - ich wünsche euch viel Spaß!
Herzlichst, Frau Vau



Nachtrag technischer Art: Ich stelle gerade fest, dass einige Bilder einen fiesen lila Farbstich aufweisen und seltsamerweise auch Farben und Schattierungen "schlucken". Any ideas, warum das so sein könnte? In PSE sieht alles gut aus, erst nach dem Hochladen in picasaweb wird's ulkig... ???

27. Februar 2015

Alltagsperlen im Februar

Der Februar war hier leider von diversen Krankheiten der männlichen Mitbewohner (ich werde ja nicht krank...) leicht überschattet, aber natürlich gab's auch schöne Momente:
  • Viiiiiiel Post mit noch viiiiiiiiiel mehr schönen Sachen drin - lieben Dank an meine WPClerinnen! ♥
  • Lakritz-Koma.
    Wer es nicht weiß: Ich bin ein großer Lakritz-Liebhaber. Vor allem Salzlakritz und salmiakhaltige Sorten haben es mir angetan. Leider lebe ich in der Lakritz-Diaspora... in Süddeutschland ist salzige, kräftige Lakritze so gut wie nicht zu bekommen (und wer mir jetzt mit salzigen Heringen der großen Bärchen-Firma kommt, der muß gleich wieder gehen!).
    Gottlob bekomme ich ab und an Care-Pakete von Ute, die mich damit in den Lakritzhimmel versetzt (und dafür ulkige Fotos bekommt).
  • Bei einem Gewinnspiel der Quiltzauberei habe ich doch tatsächlich eine Nähmaschine gewonnen, die Anfang Februar bei mir zuhause ankam. ♥
    Weil es so ein Leichtgewicht ist, kam mir die Idee, dass ich ja jetzt mal einen Nähkurs besuchen könnte, um endlich richtig nähen zu lernen. Habe ich ja nie, also besteht da Nachholbedarf.
    Leider gibt's hier keine Nähkurse, und "Wir nähen einen Rock" von der VHS hat mich dann doch nicht so wirklich angesprochen. Hm. Vielleicht kommt ja was Interessantes im nächsten Halbjahr. Wer weiß.
Und noch einer freut sich:
Der kurze Mitbewohner näht ♥ http://frauvau.blogspot.de
Der kurze Mitbewohner interessiert sich ja schon eine Weile für's Nähen und übt mit der neuen Maschine ("gell Mama, das ist jetzt meine!") fleißig "geradeaus".

Die Ergebnisse (Fourpatches aus Stoffresten in den von ihm gewählten Farben blau und orange) können sich für einen Vierjährigen durchaus sehen lassen - ich habe schon krummere Nähte gesehen! Eigentlich wollte ich nie so eine "stolze Mutti" werden, die ihr Kind immer nur lobhudelt, aber ich kann es euch an dieser Stelle nicht ersparen: Ich BIN stolz auf das Kind.

Natürlich ist mir klar, dass das Interesse vielleicht auch nur von kurzer Dauer ist - aber erstmal freue ich mich einfach drüber und finde das toll.
Aus den Patches soll übrigens eine Decke werden, hat er beschlossen. Ich bin gespannt und werde berichten.
Die gewonnene Anfänger-Maschine ist also mit Beschlag belegt und wird freudestrahlend genutzt. :)
  • Das Weihnachtskleid ist endlich wirklich richtig fertig und auch bereits im Rahmen des MeMadeMittwochs präsentiert worden. Hurra! Endlich habe ich das Ding von der Pelle... ;)
  • Beim FJKA (Frühlingsjäckchen-Knit-Along) bin ich immernoch am Ball und liege sogar einigermaßen normal in der Zeit, wobei ich in dieser Woche etwas strickfaul war. Leben 1.0 war zu zeitintensiv, und ich arbeite noch an einer anderen Sache, die ich aber noch nicht verraten darf.
  • Bei 11,5°C und strahlendem Sonnenschein das erste Mal "oben ohne" fahren - das ist immer ein besonderes Highlight! ♥
    Wenn jetzt noch ein Frühling um die Ecke kommen würde, wäre das doch perfekt. Aber darauf hoffe ich dann einfach im nächsten Monat, ja?!
Und ihr? Habt ihr auch Alltagsperlen gesammelt?
War der Februar gut zu euch?
Herzlichst, Frau Vau

25. Februar 2015

Soll und Haben - eine Bestandsaufnahme.

Überall liest man derzeit vom Minimalismus (nix für mich, zugegeben), vom Reduzieren, bewußter kaufen/leben..., vom Ausmisten des "zuviel" und vom schätzen lernen dessen, was man hat und wirklich braucht. 

Als Selbermacher fragt man sich dann manchmal direkt: Was mache (ich nehme hier mal das Universalwort "machen" - bitte setzt selber nähen/stricken/häkeln/schnitzen.... ein) ich eigentlich, weil ich es wirklich brauche, und was mache ich, weil ich es einfach möchte, vielleicht aber weder brauche noch nutzen werde?

Kaufe ich diesen Stoff (diese Wolle/dieses Material) weil er so schön ist und ich ihn verwenden möchte, oder einfach weil er gerade heruntergesetzt ist (und ich trotzdem ganz tief in mir drin weiß, dass ich das entstandene Kleidungsstück niemals oder nur sehr selten tragen werde)?
Muss/will ich genau dieses Kleidungsstück nähen?
Brauche ich einen neuen Schnitt, oder könnte ich vielleicht mit wenig Aufwand einen vorhandenen abwandeln? - Ein schöner Beitrag übrigens genau dazu heute bei schneidernmeistern...

Ist es nicht ganz oft einfach der Wunsch danach, etwas oder jemand zu sein, das/der man nicht ist?
Kauft man sich den grellbunten Stoff, weil man gerne so wäre wie XYZ, der auch immer tolle, bunte Klamotten trägt? (Oder Anzüge/blaue Matrosenhosen oderoderoder... es geht um das Prinzip, nicht um "bunt"!)
Bin ich nicht zufrieden mit dem, was ich habe oder mit dem, was ich bin? 
Soll und Haben - eine Bestandsaufnahme bei frauvau.blogspot.de
Mal ganz ehrlich: Wir alle haben unsere Leichen im Schrank.
Fehlkäufe, rausgewachsen, rausgeschrumpft (okay, vermutlich eher selten...), das typische "im Geschäft sah das gut aus!"

Die Frage, warum man diese Sachen gekauft hat oder warum man manche Sachen ewig aufhebt, in der Hoffnung, vielleicht DOCH nochmal reinzupassen, läßt sich dabei häufig ganz einfach beantworten: Man hält an etwas fest, das man nicht (mehr) ist.
Ob das nun schlanker/beruflich erfolgreicher/sportlicher/weniger Mutti ist, sei dahingestellt. Aber manchmal kaufen wir ein Bild oder haben noch ein Bild von uns in diesen Sachen, das wir irgendwie noch festhalten wollen. .
(An dieser Stelle frage ich mich, wie viele Leute jetzt schon ausgestiegen sind oder ob überhaupt einer mein Geschwafel versteht. Ich glaube, ich muß später nochmal Korrektur lesen...)

Trotzdem habe ich auch Dinge, die ich wirklich bis zum Letzten trage und dann sogar Zweitauflagen nähe. Ist das ein Widerspruch in sich? Oder sind das genau die Sachen, die es WERT sind, dafür Geld auszugeben?

Schon im letzten Jahr verfolgte ich die Serie "Wardrobe Architect" bei Coletterie mit Interesse.
Ja, ich konnte mich da in ganz vielen Dingen wiederfinden:
Viele Kleider im Schrank, die ich zwar "an sich" schön fand, aber mit denen ich mich nicht (mehr) identifizieren konnte.
Viel Konsum betrieben, der vielleicht auch nicht hätte sein müssen, und ich habe sogar ein Teil zwei Teile im Schrank, die ich noch nie (wirklich noch nie!) getragen habe. Ich fühle mich unwohl darin.
Viele Sachen, die zwar durchaus kombinationsfreudig wären, zu denen mir aber dann irgendwo die entsprechenden Basics in ausreichender Menge fehlen, so dass ich sie doch immer nur in der gleichen Zusammenstellung trage.
Ein paar Sachen, zu denen mir der Mut fehlte, es in meinem ländlichen Rahmen konsequent zu tragen (obwohl ich es mochte). Ja, auch unser Umfeld bestimmt (mit), wie wir uns kleiden. 

In diesem Jahr ging die Serie in die zweite Runde, und obwohl ich mich nicht an dem Zeitplan beteilige, lese ich wieder interessiert mit, vergleiche und denke nach.

Im deutschsprachigen Blograum (und über Instagram) stolperte ich neulich über den Hashtag "#myspringessentials", eine im Grundprinzip ähnliche Aktion, die von elle puls, ms. fisher und fantantisch ins Leben gerufen wurde.
Kurz hatte ich überlegt, ob ich mitmache, habe es aber schlicht aus Zeitgründen verworfen.
Sollte es für den Sommer eine ähnliche Aktion geben, wäre ich vermutlich dabei, denn es wäre vermutlich mal Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen:  Was habe ich, was möchte ich, was bin ich?

Sehr interessant fand ich diese Art der Bestandsaufnahme bei fantantisch. Jedes Teil im Schrank mal "an der Frau" fotografieren und sich dann selber (vielleicht sogar erstmals?) richtig wahrnehmen.
Es ist ja so eine Sache mit der Selbstwahrnehmung.

Ähnlich wie bei gegenwindundglitzerkram denke ich, dass ich dabei etwas über die eigene Silhouette lernen könnte - ich liege wohl irgendwo zwischen Birne und Rechteck... Äh... genau! ;)
Freja hat außerdem aus einem Bestandteil des Wardrobe Architekt einen Nähplan erstellt, der für viele sicher interessant ist, die nicht unbedingt auf englisch mitlesen möchten oder können.

Farblich würde ich wohl doch wieder meinem alten ich treu bleiben und mich weiterhin im fröhlichen Schwarz- und Graubereich halten, gewürzt mit etwas Grün und ab und an Türkis. Ich denke, daß ich da auch meine Farbpalette gefunden habe.

Fakt ist: Ich habe schon angefangen, meinen Schrank auszumisten und verschiedene "Leitfäden" zu pinnen und werde damit auch weitermachen. Auf einen Schlag schaffe ich das einfach nicht, zudem trenne ich nicht strikt nach Jahreszeiten, sondern eher nach "Übergang - zu heiß - Übergang - saukalt".
Im Frühling werde ich es somit auch nicht auf eine Core Wardrobe mit 33 perfekten Teilen schaffen, aber für den Sommer könnte man schonmal planen. Stichwort: Reisekoffer.

Jetzt interessiert mich aber: 
Wie haltet ihr das?
Näht ihr ausschließlich nach Plan?
Überlegt ihr vorher, was wozu passen könnte?
Kennt ihr eure Silhouette? Wisst ihr immer 100%ig, was euch steht oder welche Form euch schmeichelt oder habt ihr auch manchmal Ausfälle?  
Seid ihr immer (wirklich immerimmerimmer) sicher vor Spontankäufen? Seien es Klamotten oder Material?

Ich würde gerne noch mehr schreiben, aber das Thema und die Gedanken dazu könnten ein Buch füllen und ich glaube, ich habe euch für heute schon genug gelangweilt und entschuldige mich ausdrücklich für den schwafel-lastigen Post. Musste aber mal sein... :)
Vielleicht habt ihr nun aber auch etwas zum Nachdenken gefunden - ich freue mich, wenn ihr mich wissen lasst, wie ihr zu dieser ganzen Sache steht. Sammeltrieb oder Minimalismus? Soll oder Haben?

Herzlichst, eure
Herzlichst, Frau Vau




Weiterführender Lesestoff, Worksheets & Bücher zum Thema:
into-mind.com: Workbook
Modefluesterin.de
110 creations: A sewist's notebook
Ordnungsblog (nicht speziell für Kleidung, aber gernerell zum Thema Organisation im Alltag lesenswert)
Minimalismus im Kleiderschrank: Entrümpeln und den eigenen Stil finden*
Outfit: Stylingformeln für Sie*

... und natürlich die im Posting verlinkten Blogs.
Wenn ihr weitere Tips im WWW habt, teilt sie doch bitte mit mir und den anderen Lesern, die bis zum Schluss durchgehalten haben - Danke!!! :)

22. Februar 2015

FJKA, Teil 3: Ob das was wird? ... Ein erster Zwischenstand

Am heutigen Sonntag (den ich als gequälte Helferin beim Kinderklamottenbasar totschlagen durfte) ist wiedermal Treffen beim Frühlingsjäckchen-Knit-Along.
Heute mit Teil 3, der unter dem Thema "Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen" seht.

Der erste Zwischenstand im Bild:
FJKA Teil 3: Erster Zwischenstand @frauvau.blogspot.com
Beim Jäckchen sind die Ärmelmaschen stillgelegt, im Augenblick arbeite ich die Taillenabnahmen.  Vorher habe ich eine Lifeline eingezogen, damit ich im Zeifelsfall schadensfrei zurückribbeln kann.
Da mein Gestricksel mittlerweile nicht mehr so eng zusammengeschoben werden kann, machte ich das mit einer stumpfen Sticknadel - aber das Prinzip ist das gleiche: Die Maschenreihe ist gesichert.

Bisher bin ich eigentlich zufrieden mit meinem Vorankommen.
Eigentlich deshalb, weil ich mir noch nicht sicher bin ob die Entscheidung für "eine Größe größer" trotz abweichender Maschenprobe und Maßabweichung Körpermaß/fertige Größe die richtige war.
Mal als Beispiel: Körpermaß 36", fertiges Maß 36,5", Abweichung nach MaPro wären -2" gewesen, also habe ich der Einfachheit halber gleich die Nummer größer gestrickt in der Hoffnung, eventuell bei 38" Fertigmaß rauszukommen. Ich wollte lieber etwas "positive ease" als eine spannende Knopfleiste...

Aber schaut doch mal selbst: 
FJKA Teil 3: Erster Zwischenstand @frauvau.blogspot.com
Ich habe so das dumpfe Gefühl, dass das Teil ein Sack werden könnte, wenn ich nicht aufpasse.

Nun heißt es also überlegen, ob ich aussteige (ribbeln und neu stricken UND rechtzeitig fertig werden ist einfach nicht drin) oder ob ich das jetzt mal so laufen lasse und sehe, wo ich rauskomme.
Letzteres in der Hoffnung, dass alles noch etwas zusammenschnurrt, wenn die Nadeln mal raus sind.
Ehrlicherweise muß man aber auch dazusagen, dass trotz gleicher Maße an Püppi alles etwas anders sitzt als an mir.

Meinungen? Ideen? Was würdet ihr tun?

Rein von der StrickMENGE her bin ich allerdings mehr als zufrieden. Hey, ich bin noch dabei! 
Gut, mit SyBille oder Anne kann ich nicht mithalten, aber für meine Verhältnisse ist hier schon richtig, richtig viel geschafft, glaubt mir! Deshalb: Zufrieden. Durchaus.

Die Wolle verstrickt sich gewohnt gut, und die Farbe ist ein echter Stimmungsaufheller.
Hier ist seit Wochen wiedermal alles Grau in Grau, die Sonne lässt sich seit dem kurzen Gastspiel neulich gar nicht mehr sehen. (Hallo? Sonne? Gibt's Dich noch?)

Schwierigkeiten: Wie erwähnt weiß ich noch nicht, ob das nun Schwierigkeiten sind, oder ob ich einfach nur Panikanfälle habe. Im Hintergrund lacht jetzt vermutlich die Handarbeitsschicksalsgöttin und denkt sich noch eine Überraschung für mich aus...

Die anderen tapferen Mitstrickerinnen sammeln sich auch heute wieder [HIER] und mögen es mir vergeben, wenn ich erst morgen abend die Linkliste durchforste - ich bin jetzt erstmal platt... ;)

Frohes Stricken weiterhin - ich hoffe, ihr kommt auch gut voran!?
Herzlichst, Frau Vau

18. Februar 2015

Me Made Mittwoch | WKSA Belated; Burda 12/2014, Modell 127 B

Der (für mich zweite) MeMadeMittwoch findet heute im Weihnachtskleid statt.
Richtig gelesen: Weihnachtskleid.
Hüpf- und drehtauglich! ;)
Burda 12/2014 Modell 127 B bei http://frauvau.blogspot.com
Nachdem ich damals so eine lange Auswahlliste hatte, habe ich mich schlußendlich dann doch für das Modell 127 B aus der Burda 12/2014 entschieden, allerdings mit "entpufften" Ärmeln und Manschetten statt Trompetenärmeln. 

Da sich die Ärmel als entpuffungsresistent herausstellten (irgendwie sah das immer ganz, ganz seltsam aus mit der jeweils neuen Armkugel...!), habe ich mir kurzerhand andere Ärmel gesucht, und zwar von diesem Modell hier.
Wiederum leicht angepasst und mit anderen, selbst angebastelten Manschetten.
Letztere sind noch nicht die letzte, aktuelle Version, aber dazu später mehr.
Burda 12/2014 Modell 127 B bei http://frauvau.blogspot.com
Als die Ärmel endlich saßen, habe ich mich an's Einnähen des Reißverschlusses gemacht und mich gewundert, warum ich am oberen Ende ca. 2 mm Unterschied zwischen rechter und linker Kante hatte. Vielleicht doch vernäht? Kann ja passieren. Reißer also wieder rausgetrennt, neu eingenäht. Gleiches Spiel...
Nach dem zweiten Heraustrennen stellte sich dann heraus, dass der Reißverschluß am oberen Ende zwei unterschiedlich lange Kunststoff-Nasen hatte, also gar nicht komplett gerade eingenäht werden konnte.
Neuen Reißverschluß bestellt (jaaaaa, sowas kriegt man auf dem Lande nicht!!!), eingenäht: Hurra!
Das Futter habe ich dann von innen per Hand angenäht.
Die Variante von Burda (Futter und Oberstoff als eins behandeln) hätte ja innen die Reißverschluss-Bänder offen gelassen. So gefällt es mir nun aber doch besser. Sieht irgendwie fertiger aus, wenn ihr versteht, was ich meine.

Die Taschen nähten sich sehr gut und problemlos, ich bin ganz verliebt in Pattentaschen.
Wer das noch nie gemacht hat, findet z. B. bei Mein wunderbarer Kleiderschrank eine tolle Anleitung dafür. 
Zuerst hatte ich ja befürchtet, dass der lose innenliegende Taschenbeutel "sacken" würde, aber erstaunlicherweise bleibt der ganz gut am Platz. Mehr als ein Taschentuch hab ich aber auch nie drin, muß ich zugeben.
Die Patten sind von Hand angenäht - man sieht das wirklich nur, wenn man an der Stelle etwas spreizt. Da darf ich mich mal selber loben ;)
Burda 12/2014 Modell 127 B bei http://frauvau.blogspot.com
Das Rockteil hätte ich persönlich im Nachhinein vielleicht zumindest halb gefüttert. Eventuell tackere ich da noch etwas hin, mal sehen. Die Empirenaht liegt ja frei, da geht das sicher irgendwie...

Die Taschenkanten sind zwar mit der Overlock versäubert, aber halt nicht mit Schrägband eingefasst. So strebsam war ich denn doch nicht, und optisch wäre ein Futter dann doch schöner.
Andererseits: Wer sieht das Kleid von innen?! Vielleicht bin ich da zu "picky".

Der Stoff krabbelt auch auf Wollstrumpfhosen nicht hoch und klettet oder klebt auch nicht. Da merkt man einfach, dass das ein hochwertiger (italienischer) Wollstoff ist - beim Preis von fast 30 Euro/lfm hatte ich im Laden nämlich erstmal kurz geschluckt.

Ja, ich mag auch den Ausschnitt und finde ihn entgegen vieler Meinungen nicht zu weit. Man kann sich sogar nach vorne beugen, ohne dass gleich alles rausfällt. (Gut, bei jemandem mit Rausfallpotential mag das anders aussehen, aber da besteht ja hier keine Gefahr.) 

Aber ich wollte ja noch was zu den Manschetten sagen...
Nachdem die Ärmel also saßen, mußten ja Manschetten angebastelt werden.
Variante eins war viel zu breit, Variante zwei zu eng, und für Variante drei habe ich dann den kompletten Ärmel nochmal um 5 cm gekürzt - das ist die Länge, die ihr auf den Bildern noch seht.
Leider zickte meine Bernina dann auch noch konstant beim Einnähen der eigentlich notwendigen Knopflöcher, so daß ich mich für einen (unschönen und unpassenden) Druckknopf-Verschluß entschieden habe.
Den sieht man auch noch auf dem letzten Bild, nicht erschrecken. 

Ganz ehrlich: Ich war an einem Punkt, an dem es mir egal war, ich wollte das Ding einfach nur vom Tisch haben.
Kennt ihr das? Ein Projekt nimmt Form an, wird schön, es gefällt euch, und dann passiert einfach ein Klops nach dem anderen. Bevorzugt an der gleichen Stelle?!

Nach zwei Wochen "hmpfichhabkeinelust" habe ich dann die Manschetten zum dritten Mal abgetrennt. Diesmal habe ich mir Schleifchen eingebildet.
Sorry, Handyfoto... aber: Wolle und Schleifchen.
Da muß ich nicht mehr sagen, oder?
Sah blöd aus, weil zu dick und irgendwie auch ein bißchen unförmig.

Manschette Nummer fünf ist jetzt dran und bleibt auch dran. Foto werde ich demnächst nachreichen, aber es sind jetzt geschlossene Manschetten ohne Knopf, ohne Schleifchen, ohne alles.
Schlicht, einfach, fertig, passend ;)
Burda 12/2014 Modell 127 B bei http://frauvau.blogspot.com
Fazit:
Das Kleid ist alltagstauglich:
Schöne Länge, schöne Kellerfalte, Taschen vorhanden.
Erwiesenermaßen dreh- und hüpffähig und es paßt zu Stiefeln ebensogut wie zu Hochfrontpumps oder flachen Schuhen.
Läuft! :)

Und jetzt bringe ich den Kurzen ins Bett und schaue nochmal beim MeMadeMittwoch vorbei, wer sich da heute so tummelt.
Vielleicht schaut ihr ja dort auch nochmal rein - es lohnt sich sicher! 

Viel Spaß dabei!
Herzlichst, Frau Vau

11. Februar 2015

LiebLinks | Last-Minute-Valentinstag?

Ihr Lieben,
ihr wißt sicher, daß ich kein Valentinstags-Fan bin.
Einen bestimmten Tag im Jahr herauszupicken, an dem ich dann gefälligst meinen Liebsten überteuerte Blumen, Pralinen oder gar völlig überzogene Geschenke machen muss/soll/darf, halte ich für überflüssig.
Unterm Jahr gibt es genügen Möglichkeiten dafür im Alltag - warum lassen wir diese meist einfach verstreichen? Manchmal ist es vielleicht auch an einem "hundsordinären Dienstag im Mai" ganz wichtig jemanden wissen zu lassen, daß er wichtig für uns ist?!


Nichtsdestotrotz nehme ich den 14. Februar zum Anlass, mal ein paar LiebLinks vorzustellen, die sich (weitestgehend) mit der Liebe ♥ beschäftigen.

Ob ihr das nun zum Valentinstag, zum Muttertag, zum Hochzeitstag oder auch an einem der anderen 364 Tage im Jahr an einen lieben Menschen verschenkt, überlasse ich dabei euch...
LiebLinks zum Valentinstag bei frauvau.blogspot.de
  • Unten links: Rubbellose für alle Gelegenheiten von Miss Konfetti.
    Wirklich einfach zu machen, und eine Blanko-Vorlage gibt es sogar zum Download bzw. zum Ausdrucken dazu! Als Grafik-DAU finde ich das immer ganz wunderbar.
  • Unten mittig: Mädchen mit Herz hat diese tollen Karten zum Ausdrucken bereitgestellt.
    Das ist pretty much my most favorite Download of all time.... ;)
  • Unten rechts: Eigentlich gibt es diese "Erinnerung" zu kaufen, aber wer selbst in Sachen Lettering oder Photoshop ein bißchen begabt ist, kann das sicher selbermachen. Die anderen kaufen das einfach.
    Ich hab' mir das schon vorgemerkt zum Hochzeitstag ♥
    Einen Rechner für wichtige Daten findet ihr zum Beispiel [HIER].

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Valentinstag - ob ihr nun Geschenke macht oder nicht, vielleicht habt ihr ja auch "einfach so" mal Lust, ein bißchen LIEBE zu verschenken...!
Herzlichst,
Herzlichst, Frau Vau

8. Februar 2015

FJKA, Teil 2: Maschenproben und andere Schwierigkeiten

Heute auf dem Plan beim Frühlingsjäckchen-Knit-Along: Wahl des Musters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen.

Da Muster und Material für mich ja schon in Teil 1 feststand, kann ich mich heute in Sachen Maschenprobe auslassen.

Wo soll ich anfangen?
Maschenproben sind eine Plage, aber nötig für eine einigermaßen gute Passform. Gibt es hier jemanden unter meinen Lesern, der gerne Maschenproben macht?
Ich hasse sie, denn noch nie hat meine Maschenprobe mit den Angaben in einer Anleitung übereingestimmt.
So hieß es immer Rechnen, Umrechnen, Muster anpassen, Verschieben... kurz: Mehrarbeit. Lästig.
Klar, nicht unmöglich, aber lästig. 
FJKA: Maschenprobe für Neon @http://frauvau.blogspot.com
Diesmal scheint keine Ausnahme zu sein, wenn sich meine Maschenprobe nicht noch beim Trocknen über Nacht ganz plötzlich 2 cm in die Länge zieht (nicht, daß ich Hoffnung hätte...).
Ob Androhung von Gewalt wohl hilft? ;)

Eine Längenabweichung sehe ich allerdings relativ entspannt, denn ich stricke ohnehin eher nach Maßen als nach Reihenangaben, ein paar Reihen mehr hier und da sind nicht schlimm.
Ob das beim vorgesehenen "Tulle Stitch"-Muster so ohne weiteres möglich ist, wird sich zeigen. Aber hey, wir lieben das Abenteuer, richtig?!

Die Passformfrage hatte ich mir die letzten Tage auch schon öfters gestellt.
Das Jäckchen ist ja relativ schmal, um nicht zu sagen eng geschnitten, und das möchte ich eigentlich nicht unbedingt. Die Anleitung ist für Doppelgrößen geschrieben, das heißt, daß die gleiche Maschenzahl für 5 cm Maßunterschied herhalten muß. Hm.
Gut, das Muster ist stretchig, aber so ganz behagt mir das nicht.

Kennt ihr das? Da stellt sich dann so das Gefühl ein, man ist zu dick für die Jacke (was man eigentlich gar nicht ist). Und die Knopfleiste spannt so komisch... und überhaupt...
Eventuell werde ich also ohnehin eine Größe größer arbeiten, um einen zu spacken Sitz am mittleren Ring zu vermeiden. Das gibt mir ca. 3 cm Mehrweite, das sollte schon den Unterschied zwischen "oh Gott, ich muß zupfen" und einem bequemen Schließen der Knöpfe ausmachen.
Wir kennen das Problem...

Aber erstmal abwarten, wie die Maschenprobe auftrocknet.
Es könnte auch sein, daß ich mit der Nadelstärke von 4 auf 4,5 gehe, wobei mir die Stichdefinition jetzt eigentlich schon ganz gut gefällt - zu lappig sollte es ja nun auch wieder nicht werden.

Viele ander FJKA-Teilnehmer sammeln sich [HIER], und wenn mich nicht alles täuscht, gibt's da auch schon einige halbfertige Teile zu sehen... ?!

Habt einen guten Wochenstart!
Herzlichst,
Herzlichst, Frau Vau