24. April 2015

Alltagsperlen im April

Meine Güte, es ist ja schon wieder so weit: Der letzte Freitag im April, und damit offiziell mein FREUtag.
Frau Vau: Alltagsperlen im April:  Insta-Collage
Der April hat es ganz gut mit uns gemeint, möchte ich sagen:
Frühling! Endlich Temperaturen, die mal deutlich über die 15-Grad-Marke kletterten.
Man merkt auch schon ganzganzganz deutlich, dass die Tage länger werden. Und heller. Ich liebe das, denn so gerne ich den Winter habe: Die Dunkelheit macht mich auf Dauer fertig.
Ist schon schöner, wenn's einfach HELL ist.
Frühling im Rosengarten in Bad Kissingen
Ostern gab es das traditionelle Osterfrühstück.
Diesmal im kleineren Rahmen, dafür ganz entspannt.
Ein Pluspunkt, wenn man sonst eher 20+ Personen am Tisch hat. Das ist zwar auch schön, aber dieses Jahr wusste ich den kleinen Rahmen einfach sehr zu schätzen.
Die Schokoladenvorräte, die der Kurze bekommen hat, reichen vermutlich wieder bis Nikolaus - allerdings helfe ich ganz selbstlos bei der "Vernichtung".

Ein großer Höhepunkt im Familienleben im April: Der Lieblingsneffe hatte Kommunion.
Großes Fest, ganz klar.
Ein feierlicher Gottesdienst, leckeres Essen, eine TRAUMtorte, die von Freunden gebacken und gestaltet wurde (und geschmeckt hat sie auch noch himmlisch!).
Torte zur Kommunion: Das Kunstwerk von Ramona & Sandra
Und damit wir uns hier richtig verstehen: Da ist nichts gekauft, selbst der Fondant ist selbstgemacht! Für die beiden Backfeen waren auch die "kleinen Nettigkeiten", die ich euch vorgestern schon gezeigt hatte.
Nicht, dass man dieses Kunstwerk damit aufwiegen könnte...
Innendrin verbarg sich Bisquit und Erdbeersahne-Füllung sowie eine Joghurette-Ganache direkt unter der leckeren (und zuckrigen!) Marshmallow-Fondant-Hülle.
Ein Traum! Aber ich wiederhole mich... 

Morgen dürften wir dann wieder Geburtstag feiern, und dafür verschwinde ich dann auch nochmal in der Küche. Mit so einem Kunstwerk kann ich zwar nicht aufwarten, aber für einen kleinen Kuchen wird's wohl reichen.

Und wie war euer April?
Herzlichst, Frau Vau

22. April 2015

Nette Kleinigkeiten - oder kleine Nettigkeiten?

Neulich entstanden (sozusagen "im schwesterlichen Auftrag") zwei Sets mit Backhandschuhen und Topflappen für zwei fleißige Backfeen:
Frau Vau: Backhandschuhe a la Denyse Schmidt
Keine hohe Schneiderkunst, aber das kann und muss es ja auch nicht immer sein, oder?!

Der Schnitt für die Handschuhe ist aus dem Buch Denyse Schmidt Quilts: 30 Colorful Quilt and Patchwork Projects* und schon gefühlte 100 Mal genäht.
Ein paar der hier eventuell mitlesenden Damen dürften auch schon solche Backhandschuhe von mir bekommen haben.

Ehrlich: Ich liebe den Schnitt, und ich mag es, dass mit wechselnden Stoffen auch bei solche einfachen, schlichten Dingen eine ganz andere Wirkung erzielt werden kann. Das fasziniert mich immer wieder.
Frau Vau: Backhandschuhe a la Denyse Schmidt
Die hier verwendeten Stoffe sind beide gut abgelagert (wie sollte es anders sein?): Der Pralinenstoff stammt aus einer Serie von Robert Kaufmann, der dunkelbraune Basicstoff mit den pinkfarbenen Pünktchen ist leider nicht mehr genauer definierbar, da die Webkante fehlt. 
Der pinkfarbene Glanzstoff für das Schrägband war vor Jahren einmal in einem Fat-Quarter-Überraschungspaket. Trotz intakter Webkante fehlt leider die Seite mit den Stoffinformationen.

Da das Ganze ja verschenkt werden sollte, musste es natürlich ein winziges bisschen aufgehübscht werden. Die Stempel für das kleine "Danke mit Peng und ganz viel Glitzer" von Papierprojekt kamen da genau recht. 
Leider sieht man auf den Fotos auf dem pinkfarbenen Tonpapier den dunkelpinkfarbenen Schneebesen nicht richtig. In der Realität kam der schön "Ton-in-Ton" raus, aber den müsst ihr euch halt jetzt dazudenken.

Fazit: Auch Kleinigkeiten machen Freude, und zwar sowohl beim Nähen, als auch beim Verschenken.
Wenn sie dann noch dem Beschenkten gefallen, dann ist die Freude doppelt groß!

Wie seht ihr das?
Welche netten Kleinigkeiten stehen bei euch hoch im Kurs als kleine Nettigkeiten?

Habt eine tolle Restwoche!
Herzlichst, Frau Vau

15. April 2015

Me Made Mittwoch | Nummer 1/10: Belcarra Bluse

Zu Hülf, es sind Ameisen!
Frau Vau: Belcarra Blouse von Sewaholic
Ich muss zugeben, ich wollte einfach nur den Stoff verarbeiten. Für einen Rock war's leider zu wenig, für die Belcarra Bluse von Sewaholic hat es aber mit etwas Mogelei genau gereicht, und so trug ich sie heute am sonnigen MeMadeMittwoch.

Am unteren Rand habe ich 5 cm schwarzen Stoff angesetzt und vom Ausschnitt aus ca. 7 cm nach unten gemessen auch hier mit schwarzem Stoff gearbeitet.
Auf der schwarzen Hose sieht man das nun nicht soooo toll, aber ihr dürft mir das einfach unbesehen glauben.
Auf diese Weise kommt das Muster schön raus, ohne dass ich "zuviel" davon habe - und direkt am Gesicht wollte ich das harte weiß nicht unbedingt haben. Mir zumindest gefällt's!
Frau Vau: Belcarra Blouse von Sewaholic
(Okay, ich MUSS an meinem Gesichtsausdruck arbeiten, sonst hat Frau Klum morgen sicher kein Foto für mich...)

Der Schnitt besteht nur aus wenigen Teilen und ist wirklich flott zu nähen, ich finde keinen Grund zum Klagen.
Die Ärmel würde ich nächstes Mal eventuell etwas ändern, so dass sie aus einem einzigen Teil bestehen und mehr wie "echte" Raglan-Ärmel verarbeitet werden können. Mal sehen. 

Änderungen habe ich nur im Minimalbereich vorgenommen: Der Ausschnitt ist etwas enger und die Ärmel etwas kürzer, da ich die Kanten nicht wie im Schnitt vorgesehen mit breitem Schrägband und der unsinnig großen Nahtzugabe von 1,5 cm verarbeitet habe.
Stattdessen habe ich schmales Schrägband 0,6 cm breit aufgesteppt, komplett nach innen gefaltet, die Kanten umgelegt und dann füßchenbreit (so etwa 1 cm breit) von rechts abgesteppt.
Von außen sieht man also nur die Steppnaht, das Schrägband bleibt innen, die Kante sieht sauber aus.
Den Saum habe ich als Blindsaum genäht, das hat mir am besten gefallen.  
Frau Vau: Belcarra Blouse von Sewaholic 
An der Hüfte habe ich insgesamt 4 cm in den Seitennähten herausgenommen, da die Bluse am Saum so ulkig abstand. Wer den Schnitt kennt, weiß, dass die Hüfte im Vergleich zur Taille sehr großzügig bemessen ist.

Heute hatte ich noch ein schwarzes Feinstrick-Jäckchen drüber, aber wenn das Wetter so weitergeht, dann....!

Damit kann ich Punkt 1 auf meiner ganz persönlichen Sommer-Schnitt-Liste abhaken: Hurra!  
Zum Schluss hat sich noch der Kurze rangepirscht und wollte auch mit auf's Bild.. .Ist ja auch seltsam, wenn sich das Mutti so vor die Kamera schmeißt...

Und jetzt: Rüber zum MeMadeMittwoch und schauen, was die anderen so gezaubert haben!

********************
In aller Kürze:
Ameisenstoff: Baumwolle (Quilting Cotton) von Timeless Treasures, extrem gut abgelagert und wohl schon länger aus dem Programm.
Schwarze BW-Popeline: Stoff am Stück - ein Überbleibsel vom Dirndl-Dilemma (auch gern "das Höllentrip-Dirndl" genannt)
Beide Stoffe sind eigentlich zu steif für die Bluse, etwas Fließendes wäre sicherlich besser gewesen - aber für einen tragbaren Nessel sind die beiden okay, und es ist eine witzige Bluse geworden (wenn es denn sowas wie witzige Kleidungsstücke gibt...)
Schnitt: Besagte Belcarra-Blouse von Sewaholic. Keine Änderungen, lediglich minimale Anpassungen in der Passform.

Next up?
Entweder Myrtle (Stoff vorhanden) oder die Culotte (Stoff verzweifelt gesucht, Hinweise werden dankbarst entgegengenommen!).
Mal sehen, was ich an Zeit lockermachen kann... die Gartensaison hat ja auch wieder angefangen, das bedeutet viel Zwangsarbeit in der grünen Hölle zusätzlich zum üblichen Kram, den keiner braucht ;)

Und ihr so? Alles auf Frühling eingestellt?
Macht es hüsch!
Herzlichst, Frau Vau

1. April 2015

LiebLinks & ein Mini-DIY zu Ostern (oder: Ostern, Last Minute)

Schon wieder Ostern?

Dann wird es Zeit für ein paar kleine Last-Minute-Osterideen! Diesmal würze ich das Ganze für euch mit einem Mini-DIY, nämlich mit einem Tangram-Osterhasen :)
Last Minute Oster-DIY: Tangram Osterhase @frauvau.blogspot.de
Alles, was ihr dazu braucht, ist ein quadratisches Stück Kunstleder (hier kupferfarbenes Kunstleder von Stoff und Stil) oder Filz - Hauptsache, der Stoff franst nicht aus.

Das Quadrat wird nach dieser wunderbaren Anleitung hier (englisch, aber durchgehend bebildert) zu einem Tangram-Puzzle zugeschnitten und sieht dann so aus:
Last Minute Oster-DIY: Tangram Osterhase @frauvau.blogspot.de
Aus diesen sieben Puzzleteilen lassen sich fast unendlich viele Figuren legen, unter anderem eben auch Hasen, und zwar sogar in verschiedenen Positionen. Liegend, hüpfend, stehend... alles drin.

Meine Tangram-Hasen habe ich auf einen schnell zusammengenähten Tischläufer appliziert, denkbar wären aber auch Kissenhüllen, Shirts, Taschen oder - wenn es dann GANZ last-Minute sein soll -  auch vorgefertigte Platzsets (z. B. vom großen Schweden).
Da ich davon ausgehe, dass meine Leserschaft mit der Technik der Applikation bekannt sind, erspare ich euch eine etwaige Schritt-für-Schritt-Anleitung und lasse diese DIY-Idee "einfach so" für euch stehen.
Last Minute Oster-DIY: Tangram Osterhase @frauvau.blogspot.de
Die Vorlage für den schicken Eierkarton findet ihr übrigens auf Utes Blog.
"Pimp your Eierpappe" hat sie geschrieben, und ich hab's doch glatt gemacht. Oh ja, das gefällt mir!
Schnell, einfach, effektiv, elegant. Wie soll ich sagen? Die Frau hat's einfach drauf! 

Das alles passt genau zu meiner Ostereiergirlande von Everything Elze - ein schnelles Projekt: Ausdrucken, Ausschneiden, zusammenkleben, fertig! ♥
Da ich keine einzelnen Eier haben wollte, habe ich sie kurzerhand am oberen Ende mit der Nähmaschine zu einer Girlande verbunden, die jetzt meinen Schrank verschönt (der mit Lego eingebaut ist, so dass ich euch das Foto davon vorenthalte). 

Und weil ich die Weihnachtsdeko noch aus dem Dreifach-Rahmen bekommen mußte, habe ich mir gleich noch dieses Printable-Trio von tatertots & jello heruntergeladen, in der Größe angepasst und gestern abend noch schnell in den Rahmen geklebt.
Für die letzte Minute nicht übel, finde ich.  
(Bitte ignoriert das "Loch" links oben, da steht normalerweise noch ein großer Rahmen, der aber gerade neu befüllt wird...)
Ähm, ja, da hängt eine Sterngirlande...
Die darf ganzjährig bleiben, denn Sterne gehen doch immer, oder?! ;)

Für die spitzenmäßigen Hasentrophäen von Frau Günther hat's leider zeitmäßig bei mir nicht mehr gereicht - aber die sind DEFINITIV auf der Liste für nächstes Jahr.
Und vielleicht mögt ihr ja noch auf die Schnelle ein kleines bisschen Origami?!

Wer gerne schnabuliert, der kann vielleicht noch auf die Schnelle mal einkaufen gehen, um sich die tolle Frühlingstarte mit bunten Möhren und Edamame von S-Küche zu zaubern. Die ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Hit - damit macht man als Gastgeber ganz sicher eine gute Figur! ♥

Noch mehr LiebLinks für Ostern findet ihr auf meinem Board bei Pinterest...
Katrins Pinnwand „Hasenfest“ auf Pinterest.
...oder in den LiebLinks vom letzten Jahr :)

Nicht ganz so viele LiebLinks diesmal, aber dafür ausnahmslos welche, die ich schon getestet habe ;)

Ich wünsche euch jetzt schon frohe Ostern und freue mich, wenn ihr mir als "Osterei" eure LiebLinks hier ins Kommentarnestchen legt. :)
Herzlichst, Frau Vau

28. März 2015

Alltagsperlen im März

Wie die Zeit verfliegt!
Während ich hier in kranken Männern untergehe, hat sich doch glatt der letzte Freitag im Monat (mein persönlicher "Freutag") klammheimlich an mir vorbeigeschummelt.
Frau Vau: Alltagsperlen im März - Insta-Collage
In aller Kürze hier also die kleinen Momente, die meinen März doch ganz nett haben werden lassen:
  • Frühling auf dem Vormarsch, und zwar ganz eindeutig.
    Die Tage mit blauem Himmel überwiegen im März, das finde ich nach dem recht grauen Drisselwetter der letzten beiden Monate sehr schön :)
  • Post! Neue Stempel von Papierprojekt und viele hübsche Karten aus der Happy Mail.
  • Das erste Eis des Jahres.
    Während ich schlotternd auf der Bank saß und ein bisschen Mühe mit dem Genießen hatte, fand der kurze Mitbewohner das Eis "ganz kötzlich" und "sehr lecker" - also habe ich mich einfach mitgefreut. Scheinbar ist die richtige Eis-Temperatur auch altersabhängig ;)
  • Nummer eins auf meiner Top-Ten-Schnitt-Liste kann ich abhaken: Die Belcarra Blouse ist fertig, zumindest V1.0.
    Noch leicht verbesserungsfähig, aber durchaus tragbar. Eigentlich wollte ich sie beim MMM diese Woche schon zeigen, aber das ging mangels Tragefoto dann doch noch nicht. Trotzdem immer ein Glücksmoment: Nähzeit!
  • Kaffeetrinken mit dem Schwesterkind. Zwar in "Mission weißer Sonntag", aber trotzdem: Ein seltenes Vergnügen, also Freuzeit! 
  • Ganz nebenbei möchte ich mich mal bei euch für die vielen netten, informativen und konstruktiven Kommentare in den letzten Wochen bedanken - ich freue mich wirklich darüber! ♥
Das war nicht viel?
Nun, wie gesagt: Männerkrankheiten, lange Abwesenheiten, kleine (eigentlich unwichtige) Ärgernisse, geplante Posts waren zeitmäßig nicht zu schaffen...
Manchmal ist man dann doch zu sehr in seinem Trott gefangen um die kleinen Freuden zu erkennen, und aus dem März ist insgesamt so ein bisschen die Luft raus gewesen.

Aber vielleicht möchtet ihr noch etwas hinzufügen?
Nur zu!
Wie war euer März?
Herzlichst, Frau Vau

18. März 2015

10 Must-Have-Schnitte für den Sommer [meine ganz persönliche Liste]

Wie ihr ja wisst, organisiere ich ein bisschen im Kleiderschrank herum.
Dazu gehört (zu meinem Leidwesen) auch, dass ich mehr oder weniger geplant ans Nähen herangehen muss, um Einzelstücke auf ein Minimum zu reduzieren und dauerhaft eine eher kombinationsfreudige Garderobe zu erhalten.

Das geht nicht von heute auf morgen, aber ich kann ja schonmal anfangen zu planen und zu träumen. Denn sind wir mal ehrlich: Ich werde bis zum Sommer wohl nicht meine kompletten "10 Must-Have-Schnitte für den Sommer" abarbeiten können. Dafür bin ich zu oft alleine und habe damit auch zu wenig Nähzeit (und ich bin einfach kein Nachtnäher, da mache ich Fehler...).
Frau Vau's 10 Must-Have-Schnitte für den Sommer
Hier also die 10 Schnitte zur Ergänzung und Erweiterung meines Kleiderschrankes, die in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen auf meine ganz persönliche Sommer-Näh-Bucketlist gewandert sind:

  1. Eine Belacarra-Bluse von Sewaholic (oder zwei...).
    Ja, ein schlichter Raglan-Schnitt. Der MUSS einfach sein. Leicht und einfach zu nähen: Instant gratification. Anpassungsfähig, Änderungsfreudig, leicht zu bügeln(!).
    Genau das, was ich nach zwei Wochen Alleinerziehung wiedermal brauche: Ein schnelles Projekt mit gutem Endergebnis.

  2. Das Myrtle Dress von Colette Patterns.
    Mehrere Vorteile: Wasserfallkragen (hach ♥), flott zu nähen (also kinderunterbrechungsfreundlich), aus Jersey sogar koffertauglich. Und das Kleid sieht wirklich hübsch aus - was will man mehr?!
    Da ich in diesem Jahr auf einen Urlaub hoffe, wäre reisefreundliche Garderobe durchaus angebracht.

  3. Mindestens ein neues Fledermausshirt. Vielleicht insgesamt etwas schmäler als mein Doppelgänger-Modell und mit längeren Bündchen (ähnlich einer Madita). Gegen eine leichte Abwandlung meines vorhandenen Doppelgänger-Schnittes spricht nichts, und so ein Schlabberwohlfühlsofashirt ist immer gut!
    Stoff und Schnitt: Check!

  4. Eine Zweitversion der "Twist It!" Bluse (Version 1 ist hier zu sehen).
    Ich schwanke noch zwischen langen Ärmeln und Chiffon und kurzen Ärmeln und Baumwollbatist.  Oder beides? ;)

  5. Eine Chino-Hose in freundlichem, sommertauglichem schwarz.
    Warum habe ich eigentlich noch keine Kaufversion in schwarz gesehen? Es muss also eine Version in schwarz her. Schnitt steht schon fest, nämlich Burda 7250V, der liegt nämlich hier schon seit letztem Jahr komplett zusammengeklebt herum. 
    Da ich Hosen nähen hasse, wird der auch noch eine Weile liegen - aber auf die Liste kommt sie mal. Für alle Fälle, falls es mich überkommt.
    Kürzlich habe ich sie bei Susanne wiedermal auftauchen sehen, das hat auf jeden Fall meine Liebe für diesen Schnitt mal wieder angefacht. Mal sehen... vielleicht ja doch?

  6. Ein Bleistiftrock. Eigentlich stehe ich mit den Dingern auf Kriegsfuß (Stichwort: Oberschenkel...) - aber dieser "birnenfreundliche" hier von four square walls gefällt mir ausgesprochen gut, das könnte klappen.
    Da ich den Schnitt nicht habe, muss ich mal sehen, welchen ich als Basis benutzen könnte. Sicher gibt eine ältere Burda was her...
    Hat vielleicht eine von euch ein heiße Idee?

  7. Ein Hemdblusenkleid!
    Ein Klassiker, wie ich finde. Sowas gehört in jeden Kleiderschrank, und nachdem ich aus meinem angedeuteten Hemdblusenkleid rausgewachsen bin (Schwangerschaft hieß dann auch "Taille ade"), habe ich keins mehr.
    Ich schwanke noch zwischen den Schnitten von Burda, Modell 113 aus der Januarausgabe 2004, und diesem Schnitt von McCalls, über den ich neulich bei mo.ni.kate wiedermal gestolpert bin. Ein Lemmingschnitt, aber ich mag den Look.
    Burda hätte im Augenblick trotzdem die Nase vorn, da der Schnitt bzw. das Heft vorhanden sind.

  8. Ein Hosenrock. Oder neudeutsch "Culotte".
    Lucy ist in ihrem "Loben und Lästern"-Beitrag vom März auf besagtes Kleidungsstück aus der März-Burda eingegangen. Ich hätte hier die 04/2015 anzubieten, und zwar Modell 113B, von dem ich hoffe, dass ich nicht aussehe wie bestellt und nicht abgeholt.
    Das passiert kleineren Frauen ja gerne mal in weiten Hosen.
    An dieser Stelle die Bemerkung: Ich LIEBE weite Hosen und würde sonstwas dafür geben, Marlene-Modelle tragen zu können. Geht aber figur- und größenbedingt einfach nicht. Sieht blöd aus!
     
  9. Eine leichte Sommerjacke.
    Angedacht war ursprünglich die Käferjacke aus der Burda Vintage.
    Stoff und Futter liegen sogar schon hier, aber ich bin doch mit mir übereingekommen, dass der Schnitt eher "birnenunfreundlich" ist. Thema (vorerst) erledigt, erneute Suche...
    Nun wird es wohl eine Sweatjacke bzw. ein Sweat-Blazer werden.
    Den Schnitt werde ich auf Grundlage einer älteren Mrs. Stylebook erstellen. Das hat bisher immer gut geklappt, und ich muss ohnehin irgendwann mal einen neuen, "postnatalen" Grundschnitt erstellen.
    Für so eine Jacke habe ich mir neulich sogar schon Mädchenstoff gegönnt... hach! ♥

  10. Ein Jerseykleid "für alle Gelegenheiten".
    Namentlich: EVA von yourstylerocks.com. Schlicht, aber doch mit Aha!-Effekt.
    Den Schnitt habe ich vor Urzeiten schonmal heruntergeladen, war aber lange nicht so der Jersey-Nähtyp.
    Seit der Kurze auf der Welt ist, habe ich die Aversion gegen Jersey überwunden und weiß die Vorteile der Arbeit mit Strickwaren zu schätzen. Ihr kennt das ja: Schnell, flott und vergebend muss es sein, weil schon wieder jemand im Hintergrund "was will". ;)
Und ihr? 
Wie macht ihr das eigentlich?
Habt ihr ein kleines Büchlein, in das ihr euch Schnitte, Nummern oder Hefte notiert, die euch "anspringen" oder kleben bei euch auch überall kleine Post-its auf dem Schreibtisch, am Computer, in der Handtasche...?

Sammelt ihr Inspirationen auch auf Pinterest?


Passiert es euch oft, dass ihr zwar "das eine" nähen wollt, am Ende dann aber doch "was ganz anderes" macht? Oder seid ihr eher so richtig gut strukturiert und durchorganisiert?

Zu guter Letzt: Habt ihr auch so eine Liste mit Must-Have-Schnitten für den Sommer?

Ja, ich bin heute extrem neugierig und freue mich über viele Tips und Antworten.
Vielleicht kann ich ja meine Liste dank euch noch ändern oder erweitern? ...

Gespannt wie ein Flitzebogen:
Herzlichst, Frau Vau

15. März 2015

FJKA, Teil 4: Das Frühlingsjäckchen wächst

Ist es denn schon wieder so weit?
Die Zeit fliegt!
Hier also die Berichterstattung für den Frühlingsjäckchen-Knit-Along, die vierte.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Heute auf unserem Stundenplan: Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse

Passform: Hat sich seit der letzten Anprobe an Püppi gebessert.
Ich glaube fast, dass ich doch ganz gut gelegen hatte mit meiner Umrechnerei. Zumindest wirkt es gar nicht mehr sackig, das Gegenteil ist der Fall. Wenn's gewaschen ist, dürfte das hinhauen. Fingers crossed, wie man so schön sagt.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Die Ärmel... Herrje...
Klarer Fall von "read through the instructions before you begin".
Sollte man wirklich tun, denn dann wäre mir vielleicht aufgefallen, dass das Stichmuster beim Ärmel-rund-stricken tatsächlich dramatisch anders ist als beim Körper, wo man ja Hin- und Rückreihen hat.
Es ist die Pest!!!

Jede zweite Reihe bestand aus "drei Maschen stricken, wieder zurück auf die linke Nadel, eine drüberheben, wieder nach rechts..." Es machte mich wahnsinnig.
Außerdem habe ich nach ungefähr 20 Runden (für die ich einen ganzen Abend gebraucht habe) festgestellt, dass das Muster komplett anders aussah, als vorher.
Klar. Strickspannung wesentlich fester, weil nur rechte Reihen, und die überzogene Masche war durch den Richtungswechsel deutlich fester angezogen. Kurz, der Ärmelansatz sah gruselig aus!
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
So habe ich alles wieder geribbelt und stricke die Ärmel jetzt flach nach unten an. Lieber nähe ich zwei Ärmelnähte zu, als dass ich für besagte Ärmel fünf Wochen brauche... von rechts nach links und umgekehrt, am besten fünfmal... Örx!
Das habe ich ja bereits auf Ravelry bei einigen Projekten von "NEON" gelesen, aber nicht geglaubt. Merke: Dochdoch, glaub's ruhig, wenn das andere schreiben!

Erstaunt bin ich, dass das Muster für meine Begriffe extrem viel Wolle frisst.
Ich bin nun schon beim dritten Strang Wollmeise und bin mir nicht sicher, ob das am Ende langt. Also erstmal einen 3/4 Ärmel stricken, stilllegen und dann weitersehen.
FJKA: Neon in Wollmeise @http://frauvau.blogspot.com
Ein kleines Problem ist der Halsausschnitt.
Genauer gesagt der Nacken, der mMn schon sehr weit hoch kommt. Ich hoffe, dass sich das auswäscht oder wegblockt oder sonstwas, denn sonst habe ich hinten ein nerviges Roll-Steh-Schalkrägelchen. Das würde heißen, dass ich komplett ribbeln müsste.

Andere Ärgernisse hat's hier an der Jackenfront bisher nicht, und nun hoffe ich mal, dass das auch so bleibt. Jawohl. ;)

Viel habe ich in den letzten beiden Wochen ja leider nicht geschafft, aber Leben 1.0 hat immer wieder zugeschlagen, so dass an Stricken (oder gar Nähen... pffffft!) gar nicht zu denken war.
Vielleicht schaltet jetzt mal jemand endlich wirklich den Frühling ein, denn so langsam habe ich die Nase voll von eigenen, Männer- und Kinderkrankheiten. So.

Und jetzt?
Ganz klar: Nachsehen, was die anderen so treiben und wie weit unsere Vorturnerinnen sind.
Bitte hier entlang!
Herzlichst, Frau Vau

4. März 2015

Me Made Mittwoch | Twist it, Baby!

Zuwachs im (mittlerweile auf- und ausgeräumten) Kleiderschrank.
Eine schlichte Bluse, die einfach sein musste.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Schnitt: Twist it! von Schneidernmeistern
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Zunächst mal: Ich liebe dieses Blüschen. Leicht, fluffig, figurfreundlich. Schön zu schmalen Jeans, aber auch zu legeren Hosen tragbar.
Der Schnitt ist schlicht und doch clever - Einzelheiten hierzu konnte man in den einschlägigen Nähblogs bereits lesen, und so erspare ich euch eine Wiederholung. Nur soviel sei gesagt: Wenn der Schnitt mal zusammengeklebt ist, kann man so eine Bluse in einem Vormittag zusammentackern. Na, wenn das mal nicht spitzenmäßig ist?!
Obacht muss man aber bei den Manschetten geben, denn die sollte man wirklich erst nachmessen. Wer das, wie ich, in der Anleitung locker-flockig beiseite schiebt, muß nochmal nachschneiden... ich musste 2 cm in der Länge zugeben und würde mal behaupten, dass ich nicht übermäßig kräftige Unterarme habe. Bei der Gelegenheit habe ich sie gleich 1 cm breiter gemacht. Das fällt kaum auf, gefällt mir aber etwas besser.

Ach, und der Stoff... ♥
Gut abgelagerter Crêpe Marocaine von alfatex - von dem ich mir schon überlege, ob ich jetzt nicht noch einzweifünf Meter brauche, weil er doch im Sale ist... (nein, ich bleibe stark...)
Leicht, fluffig, pflegeleicht (ganz wichtig!) aber nicht durchsichtig, und im Alltag wird ohnehin ein Trägershirt drunter getragen.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Beim Zuschneiden und Nähen hat sich der Stoff allerdings als durchaus zickig erwiesen.
Schnitt aufstecken ist nicht - das Zeug verschiebt sich wie der Teufel und nimmt wirklich jeden Pieks übel, selbst bei feinen Nadeln. Beim Anheben des fertig zugeschnittenen Teils verzieht sich erstmal alles fröhlich in sämtliche Richtungen. Klar, ist doch die hintere Hälfte der Bluse im schrägen Fadenlauf geschnitten.

Ich hatte bereits mit "Verzug" gerechnet und deshalb hinten schon eine kleine Kurve angeschnitten. 2 cm mehr Länge sollten mir einen leicht bogigen Saumverlauf bescheren. Aus den gewünschten 2 cm sind nun 4 geworden, aber ehrlich gesagt finde ich das gar nicht schlimm. Gefällt mir sogar recht gut so und ich überlege, ob die nächste Version nicht auch einen längeren Saum hinten bekommt. Drehen werde ich die Bluse ohnehin nicht.

Auf die Mini-Abnäher am Halsausschnitt konnte ich (aus mir unerfindlichen Gründen) verzichten. Ich nehme an, dass das auch dem Stoff geschuldet ist, der sich so wunderbar überall anschmiegt, dass formgebende Abnäher einfach überflüssig werden.
Ulkigerweise passte der Beleg trotzdem genau in den Ausschnitt, den ich gleich nach dem Zuschnitt mit Formband bebügelt habe, damit er mir nicht aus dem Ruder läuft.
Der Beleg ist nur mit ein paar einzelnen Handstichen an der Bluse fixiert. Sichtbares Absteppen hätte mich an der Stelle massiv gestört, und auch nicht zur Leichtigkeit des Stoffes gepasst.

Es würde mich brennend interessieren, ob ihr für solche Stoffe eigentlich immer einen Vorrat an Seidenchiffon in verschiedenen Abtönungen zur Verstärkung zuhause habt?
Ich hatte leider nur weißen hier, der mich farblich aber doch so gestört hat, so dass ich dann für den Beleg doch zu einer extrem leichten, hellgrauen Bügeleinlage unbekannter Herkunft gegriffen habe.
Jaaaaa... das macht man nicht, ich weiß. Schande über mich, aber mit diesem Frevel muss ich (und ihr) jetzt einfach leben.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Obwohl ich Paspeln liebe, habe ich hier auf sie verzichtet. Wiederum hätte das nicht zum leichten Stoff gepasst, wenn ich da eine Baumwollpaspel reingepackt hätte. In der Gewichtsklasse des Hauptstoffes habe ich auch nichts hier, was mich angesprochen hätte (nichtmal schwarz... huch!).
Manschetten und die rückwärtige Mittelnaht wurden also nur abgesteppt, und zwar in türkis. Musste dann doch sein.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
Falls sich übrigens jemand über die etwas seltsame Musterplatzierung auf dem Rücken wundert: Einen Tod musste ich sterben, wenn ich vorne die Sterne nicht genau mittig oder vielleicht sogar an expliziter Stelle haben wollte... ;)

Alles in allem ein wirklich schönes Teil, und ich werde das sicher auch nochmal nähen. Vielleicht mit gerafftem Ausschnitt oder langen Ärmeln oderoderoder. Mal sehen.
Der Schnitt ist ja durch seine Schlichtheit sehr wandlungsfähig.
Twist it! - Bluse von schneidernmeistern @http://frauvau.blogspot.com
So, jetzt hüpfe ich mit der neuen Frühlingsbluse noch rüber zum MeMadeMittwoch und schaue, was die anderen heute so tragen...
Schaut doch auch mal rein - ich wünsche euch viel Spaß!
Herzlichst, Frau Vau



Nachtrag technischer Art: Ich stelle gerade fest, dass einige Bilder einen fiesen lila Farbstich aufweisen und seltsamerweise auch Farben und Schattierungen "schlucken". Any ideas, warum das so sein könnte? In PSE sieht alles gut aus, erst nach dem Hochladen in picasaweb wird's ulkig... ???

27. Februar 2015

Alltagsperlen im Februar

Der Februar war hier leider von diversen Krankheiten der männlichen Mitbewohner (ich werde ja nicht krank...) leicht überschattet, aber natürlich gab's auch schöne Momente:
  • Viiiiiiel Post mit noch viiiiiiiiiel mehr schönen Sachen drin - lieben Dank an meine WPClerinnen! ♥
  • Lakritz-Koma.
    Wer es nicht weiß: Ich bin ein großer Lakritz-Liebhaber. Vor allem Salzlakritz und salmiakhaltige Sorten haben es mir angetan. Leider lebe ich in der Lakritz-Diaspora... in Süddeutschland ist salzige, kräftige Lakritze so gut wie nicht zu bekommen (und wer mir jetzt mit salzigen Heringen der großen Bärchen-Firma kommt, der muß gleich wieder gehen!).
    Gottlob bekomme ich ab und an Care-Pakete von Ute, die mich damit in den Lakritzhimmel versetzt (und dafür ulkige Fotos bekommt).
  • Bei einem Gewinnspiel der Quiltzauberei habe ich doch tatsächlich eine Nähmaschine gewonnen, die Anfang Februar bei mir zuhause ankam. ♥
    Weil es so ein Leichtgewicht ist, kam mir die Idee, dass ich ja jetzt mal einen Nähkurs besuchen könnte, um endlich richtig nähen zu lernen. Habe ich ja nie, also besteht da Nachholbedarf.
    Leider gibt's hier keine Nähkurse, und "Wir nähen einen Rock" von der VHS hat mich dann doch nicht so wirklich angesprochen. Hm. Vielleicht kommt ja was Interessantes im nächsten Halbjahr. Wer weiß.
Und noch einer freut sich:
Der kurze Mitbewohner näht ♥ http://frauvau.blogspot.de
Der kurze Mitbewohner interessiert sich ja schon eine Weile für's Nähen und übt mit der neuen Maschine ("gell Mama, das ist jetzt meine!") fleißig "geradeaus".

Die Ergebnisse (Fourpatches aus Stoffresten in den von ihm gewählten Farben blau und orange) können sich für einen Vierjährigen durchaus sehen lassen - ich habe schon krummere Nähte gesehen! Eigentlich wollte ich nie so eine "stolze Mutti" werden, die ihr Kind immer nur lobhudelt, aber ich kann es euch an dieser Stelle nicht ersparen: Ich BIN stolz auf das Kind.

Natürlich ist mir klar, dass das Interesse vielleicht auch nur von kurzer Dauer ist - aber erstmal freue ich mich einfach drüber und finde das toll.
Aus den Patches soll übrigens eine Decke werden, hat er beschlossen. Ich bin gespannt und werde berichten.
Die gewonnene Anfänger-Maschine ist also mit Beschlag belegt und wird freudestrahlend genutzt. :)
  • Das Weihnachtskleid ist endlich wirklich richtig fertig und auch bereits im Rahmen des MeMadeMittwochs präsentiert worden. Hurra! Endlich habe ich das Ding von der Pelle... ;)
  • Beim FJKA (Frühlingsjäckchen-Knit-Along) bin ich immernoch am Ball und liege sogar einigermaßen normal in der Zeit, wobei ich in dieser Woche etwas strickfaul war. Leben 1.0 war zu zeitintensiv, und ich arbeite noch an einer anderen Sache, die ich aber noch nicht verraten darf.
  • Bei 11,5°C und strahlendem Sonnenschein das erste Mal "oben ohne" fahren - das ist immer ein besonderes Highlight! ♥
    Wenn jetzt noch ein Frühling um die Ecke kommen würde, wäre das doch perfekt. Aber darauf hoffe ich dann einfach im nächsten Monat, ja?!
Und ihr? Habt ihr auch Alltagsperlen gesammelt?
War der Februar gut zu euch?
Herzlichst, Frau Vau

25. Februar 2015

Soll und Haben - eine Bestandsaufnahme.

Überall liest man derzeit vom Minimalismus (nix für mich, zugegeben), vom Reduzieren, bewußter kaufen/leben..., vom Ausmisten des "zuviel" und vom schätzen lernen dessen, was man hat und wirklich braucht. 

Als Selbermacher fragt man sich dann manchmal direkt: Was mache (ich nehme hier mal das Universalwort "machen" - bitte setzt selber nähen/stricken/häkeln/schnitzen.... ein) ich eigentlich, weil ich es wirklich brauche, und was mache ich, weil ich es einfach möchte, vielleicht aber weder brauche noch nutzen werde?

Kaufe ich diesen Stoff (diese Wolle/dieses Material) weil er so schön ist und ich ihn verwenden möchte, oder einfach weil er gerade heruntergesetzt ist (und ich trotzdem ganz tief in mir drin weiß, dass ich das entstandene Kleidungsstück niemals oder nur sehr selten tragen werde)?
Muss/will ich genau dieses Kleidungsstück nähen?
Brauche ich einen neuen Schnitt, oder könnte ich vielleicht mit wenig Aufwand einen vorhandenen abwandeln? - Ein schöner Beitrag übrigens genau dazu heute bei schneidernmeistern...

Ist es nicht ganz oft einfach der Wunsch danach, etwas oder jemand zu sein, das/der man nicht ist?
Kauft man sich den grellbunten Stoff, weil man gerne so wäre wie XYZ, der auch immer tolle, bunte Klamotten trägt? (Oder Anzüge/blaue Matrosenhosen oderoderoder... es geht um das Prinzip, nicht um "bunt"!)
Bin ich nicht zufrieden mit dem, was ich habe oder mit dem, was ich bin? 
Soll und Haben - eine Bestandsaufnahme bei frauvau.blogspot.de
Mal ganz ehrlich: Wir alle haben unsere Leichen im Schrank.
Fehlkäufe, rausgewachsen, rausgeschrumpft (okay, vermutlich eher selten...), das typische "im Geschäft sah das gut aus!"

Die Frage, warum man diese Sachen gekauft hat oder warum man manche Sachen ewig aufhebt, in der Hoffnung, vielleicht DOCH nochmal reinzupassen, läßt sich dabei häufig ganz einfach beantworten: Man hält an etwas fest, das man nicht (mehr) ist.
Ob das nun schlanker/beruflich erfolgreicher/sportlicher/weniger Mutti ist, sei dahingestellt. Aber manchmal kaufen wir ein Bild oder haben noch ein Bild von uns in diesen Sachen, das wir irgendwie noch festhalten wollen. .
(An dieser Stelle frage ich mich, wie viele Leute jetzt schon ausgestiegen sind oder ob überhaupt einer mein Geschwafel versteht. Ich glaube, ich muß später nochmal Korrektur lesen...)

Trotzdem habe ich auch Dinge, die ich wirklich bis zum Letzten trage und dann sogar Zweitauflagen nähe. Ist das ein Widerspruch in sich? Oder sind das genau die Sachen, die es WERT sind, dafür Geld auszugeben?

Schon im letzten Jahr verfolgte ich die Serie "Wardrobe Architect" bei Coletterie mit Interesse.
Ja, ich konnte mich da in ganz vielen Dingen wiederfinden:
Viele Kleider im Schrank, die ich zwar "an sich" schön fand, aber mit denen ich mich nicht (mehr) identifizieren konnte.
Viel Konsum betrieben, der vielleicht auch nicht hätte sein müssen, und ich habe sogar ein Teil zwei Teile im Schrank, die ich noch nie (wirklich noch nie!) getragen habe. Ich fühle mich unwohl darin.
Viele Sachen, die zwar durchaus kombinationsfreudig wären, zu denen mir aber dann irgendwo die entsprechenden Basics in ausreichender Menge fehlen, so dass ich sie doch immer nur in der gleichen Zusammenstellung trage.
Ein paar Sachen, zu denen mir der Mut fehlte, es in meinem ländlichen Rahmen konsequent zu tragen (obwohl ich es mochte). Ja, auch unser Umfeld bestimmt (mit), wie wir uns kleiden. 

In diesem Jahr ging die Serie in die zweite Runde, und obwohl ich mich nicht an dem Zeitplan beteilige, lese ich wieder interessiert mit, vergleiche und denke nach.

Im deutschsprachigen Blograum (und über Instagram) stolperte ich neulich über den Hashtag "#myspringessentials", eine im Grundprinzip ähnliche Aktion, die von elle puls, ms. fisher und fantantisch ins Leben gerufen wurde.
Kurz hatte ich überlegt, ob ich mitmache, habe es aber schlicht aus Zeitgründen verworfen.
Sollte es für den Sommer eine ähnliche Aktion geben, wäre ich vermutlich dabei, denn es wäre vermutlich mal Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen:  Was habe ich, was möchte ich, was bin ich?

Sehr interessant fand ich diese Art der Bestandsaufnahme bei fantantisch. Jedes Teil im Schrank mal "an der Frau" fotografieren und sich dann selber (vielleicht sogar erstmals?) richtig wahrnehmen.
Es ist ja so eine Sache mit der Selbstwahrnehmung.

Ähnlich wie bei gegenwindundglitzerkram denke ich, dass ich dabei etwas über die eigene Silhouette lernen könnte - ich liege wohl irgendwo zwischen Birne und Rechteck... Äh... genau! ;)
Freja hat außerdem aus einem Bestandteil des Wardrobe Architekt einen Nähplan erstellt, der für viele sicher interessant ist, die nicht unbedingt auf englisch mitlesen möchten oder können.

Farblich würde ich wohl doch wieder meinem alten ich treu bleiben und mich weiterhin im fröhlichen Schwarz- und Graubereich halten, gewürzt mit etwas Grün und ab und an Türkis. Ich denke, daß ich da auch meine Farbpalette gefunden habe.

Fakt ist: Ich habe schon angefangen, meinen Schrank auszumisten und verschiedene "Leitfäden" zu pinnen und werde damit auch weitermachen. Auf einen Schlag schaffe ich das einfach nicht, zudem trenne ich nicht strikt nach Jahreszeiten, sondern eher nach "Übergang - zu heiß - Übergang - saukalt".
Im Frühling werde ich es somit auch nicht auf eine Core Wardrobe mit 33 perfekten Teilen schaffen, aber für den Sommer könnte man schonmal planen. Stichwort: Reisekoffer.

Jetzt interessiert mich aber: 
Wie haltet ihr das?
Näht ihr ausschließlich nach Plan?
Überlegt ihr vorher, was wozu passen könnte?
Kennt ihr eure Silhouette? Wisst ihr immer 100%ig, was euch steht oder welche Form euch schmeichelt oder habt ihr auch manchmal Ausfälle?  
Seid ihr immer (wirklich immerimmerimmer) sicher vor Spontankäufen? Seien es Klamotten oder Material?

Ich würde gerne noch mehr schreiben, aber das Thema und die Gedanken dazu könnten ein Buch füllen und ich glaube, ich habe euch für heute schon genug gelangweilt und entschuldige mich ausdrücklich für den schwafel-lastigen Post. Musste aber mal sein... :)
Vielleicht habt ihr nun aber auch etwas zum Nachdenken gefunden - ich freue mich, wenn ihr mich wissen lasst, wie ihr zu dieser ganzen Sache steht. Sammeltrieb oder Minimalismus? Soll oder Haben?

Herzlichst, eure
Herzlichst, Frau Vau




Weiterführender Lesestoff, Worksheets & Bücher zum Thema:
into-mind.com: Workbook
Modefluesterin.de
110 creations: A sewist's notebook
Ordnungsblog (nicht speziell für Kleidung, aber gernerell zum Thema Organisation im Alltag lesenswert)
Minimalismus im Kleiderschrank: Entrümpeln und den eigenen Stil finden*
Outfit: Stylingformeln für Sie*

... und natürlich die im Posting verlinkten Blogs.
Wenn ihr weitere Tips im WWW habt, teilt sie doch bitte mit mir und den anderen Lesern, die bis zum Schluss durchgehalten haben - Danke!!! :)