30. Juni 2016

McCalls 6696 - Mein Traum vom Hemdblusenkleid

Schon lange habe ich ein Hemdblusenkleid auf meiner "Schnitte die ich nähen muss"-Liste.
Immer wieder kamen dann klare Fälle von Notwendigkeits- oder Herznähen dazwischen, oder ich habe etwas ausgesucht, was einfach schneller ging... (ja, ich geb's zu!)

Vor ein paar Wochen bereits wurde der Traum dann ENDLICH Wirklichkeit, und ich bin schwerstens verliebt:
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Ihr seht hier ein leicht modifiziertes Hemdblusenkleid nach dem Schnitt McCalls 6696.

Aber von Anfang an...
Schon lange liebäugelte ich ja mit verschiedenen Schnitten, und als ich den Stoff aus der Serie "Swarm" von Michael Miller sah, wusste ich: Das wird MEIN Hemdblusenkleid!
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Bei Instagram befragte ich die Schwarmintelligenz und setzte mich anschließend doch drüber hinweg. Tja, so ist das im Leben.
Irgendwie hatte ich nämlich Monikas (Frau wollixundstoffix) Version im Hinterkopf, und so fiel die Wahl auf Modell D des McCall-Schnittes.
Die perfekte Wahl für den Stoff: Schmal und schlicht, nicht zu mädchenhaft. Zudem in meinen Augen auch noch alltagstauglich durch die Taschen und 3/4 langen Ärmel.
Diesen irre tollen Manschetten lasse ich jetzt einfach mal unerwähnt, ihr kennt mich ja. (Hach! ♥)
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Die Manschetten sind mit einem Mini-Riegel gesichert, so dass sie nicht einfach wegklappen können.
Außerdem musste ich sie drei Mal (!) annähen, bis sie wirklich so saßen, wie sie sollten.
Entweder bin ich zu doof oder die Passzeichen saßen falsch: Die Spitzen landeten immer zu weit hinten bzw. innen.
JETZT ist's aber richtig, und ich bin happy damit!

Da ich im Alltag ein "Klaffen" an der unteren Knopfleiste befürchtete (ich sitze nunmal im Büro viel), habe ich kurzerhand entschieden, dass ich das vordere Rockteil im Bruch zuschneide und lieber seitlich einen nahtverdeckten Reißer einbaue. Sicher ist sicher, gell?!
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Auf den Bildern erkennt man auch viel Topstitching, was so im Schnitt bzw. in der Anleitung nicht vorgesehen ist.
Ganz ehrlich: Ich bin ein Fan von (ordentlichem) Topstitching, und da mein Stoff ohnehin etwas schwerer ist, war das wohl auch eine gute Idee. Leichte Stoffe kann man durchaus auch ohne verarbeiten, aber mir gefällt es so doch deutlich besser.
Das Kleid wirkt so gleich nochmal etwas sportlicher, wenn ihr so wollt.
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Uh, und es passt zu allen meinen Schuhen... Yay!
 Die Änderungen liefen ziemlich glatt: Wenn man alle Schnitteile vermisst und nicht vergisst, die Nahtzugaben an den richtigen Stellen abzuziehen, bevor man neu rechnet, ist alles gut.
Ja, woher ich das wohl weiß?

Das vordere Rockteil wurde also um die Nahtzugabe verkürzt, und dafür um eine halbe Knopfleistenbreite (fertige Breite!) erweitert und im Bruch zugeschnitten.

Ein weiterer Vorteil dieser Änderung: Das Hemdblusenkleid benötigt kein extra Unterkleid mehr.
Mit Strumpfhose werde ich wohl auf mein fertiges Unterkleid zurückgreifen, aber im Sommer ist das dann unnötig.

Die restlichen Änderungen bewegten sich im gewohnten Bereich: Länge raus, hier und da ein bisschen Abnäheranpassung. Nichts Aufregendes also.
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Gut gelungen finde ich: Der nahtverdeckte Reißer in der Seitennaht.
(Bilder extrem aufgehellt, damit man überhaupt was erkennt. Bläst leider die Farbe des Stoffes weg. Schade!)

Und auch, wenn das hier keine Nahttaschen sind (was mir beim Schreiben hier gerade so auffällt... oh wie doof!) hatte ich über das Thema "Nahtverdeckter Reißverschluss und Nahttaschen in der Seitennaht" mal eine schicke Anleitung gemacht, die ich hier nochmal ganz dezent und unaufdinglich verlinken möchte.
Vielleicht braucht ihr sowas ja auch mal?!
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Von hinten hatte ich wegen des Patchworkstoffes ein unschönes "Beulen" erwartet, da ja unterhalb der Rückenpasse und an der Taille eingekräuselt wird - das ist sehr zu meiner Erleichterung nicht der Fall.
Zupfen muss ich nur, wenn ich aus dem obersten Regal eine Akte rausziehe, und dann muss ich das ohnehin. Egal, was ich trage.
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Rückenansicht im Detail.
Hier sieht man nochmal die Rückenpasse und den kleinen Riegel an der Manschette.
Im Tragen fallen die gar nicht auf, und ich fühle mich gleich so viel besser!
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Ach, Rückenpasse: Die ist gedoppelt mit leichter Popeline. Das macht auch von innen was her.

Das fürchterlich umständliche Gedöns an den Schulternähten habe ich mir allerdings gespart und die doppelte Passe so genäht, wie es bei der Aster-Blouse von Colette Patterns vorgesehen ist.
Bei meiner eigenen Aster-Bluse habe ich das ja damals nicht gemacht, aber jetzt kam mir diese Herangehensweise recht sinnig vor.
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Beim Einsetzen der Ärmel habe ich mal eine Technik mit Schrägstreifen ausprobiert, die man hauptsächlich von Mänteln und Jacken kennen dürfte:
Das Schrägband wird mit viiiel Zug zwischen den Passzeichen genau auf der Nahtlinie angenäht. Die Mehrweite wird so fast wie von Zauberhand eingehalten. Anschließend sieht man schon, wie sich eine Schulterrundung formt (auf dem Bild unten).
Der Ärmel wird dann wie gewohnt eingenäht, ohne vorher zu bügeln.

Beim Einsetzen solltet ihr darauf achten, dass ihr wirklich GENAU auf der vorigen Naht näht: Jeder Millimeter daneben rächt sich sofort mit einem kleinen Fältchen, während genaues Arbeiten mit einem schönen Ergebnis entlohnt.

Ich war begeistert von der Technik, da sie viel Heften und Stecken erspart und der Ärmel nach dem Nähen nicht einbricht. Das Schrägband wirkt wie ein Ärmelfisch und ist auch bei leichten Stoffen nicht zu verachten.
Hier findet ihr ein kurzes Youtube-Video dazu. (Nicht von mir, sondern von jemand, der tatsächlich Nähen kann. Ich war VIEL langsamer!)

frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
oops, unscharf... nicht so genau hingucken!
Obwohl ich mich nach der Maßtabelle gerichtet habe, fiel imho die von mir gewählte Größe 14 recht locker aus.
Vermutlich hätte es "obenherum" eine 12 getan, die ich an der Hüfte auf 14 hätte morphen können. So habe ich halt die Abnäher und die Seitennaht während des Nähens etwas manipuliert, das klappte auch ganz gut.
Extrem schön fand ich an dem Schnitt, dass es die Oberteile tatsächlich nicht nur in den verschiedenen Größen, sondern auch noch für verschiedene Cup-Größen gibt. A/B und C/D. Das dürfte einigen Leuten die SBA bzw. die FBA ersparen bzw. die Anpassungen auf ein Minimum reduzieren. 

Mit Schnitt und Passform bin ich zufrieden.
Das Kleid ist bequem und tragbar, nicht zu rüschig, und passt doch tatsächlich mal wieder in meine Kleiderschrankordnung.
Die Schmetterlinge haben in der Tat einen zartblaugrauen Schimmer (auf den Fotos sind sie zu lila!), den ich kurzerhand unterschlage und in mein Farbschema einbaue. Grau... blaugrau... man soll ja nicht zu pingelig sein, nech?!
frauvau: McCalls 6696 - mein Traum vom Hemdblusenkleid
Allerdings brauche ich un.pe.tinkt noch einen (oder fünf) neue, schmale Gürtel.
Mir schwebt da ein brauner, geflochtener Ledergürtel vor und vielleicht etwas in knallrotem und knallpinkem Leder. Mal sehen, ob ich irgendwo fündig werde.

In aller Kürze nochmal alle Infos für euch: 
  • Schnitt: McCalls 6696, Modell D
  • Änderungen: Nahtverdeckter Reißer in der Seitennaht, dafür keine Knopfleiste im Rockteil. Kleinere Änderungen in der Verarbeitung, übliche Längenanpassungen.
  • Stoff: Michael Miller aus der Serie "Swarm", gekauft bei der lieben Anna von Birds and Bees Design.

...und weil ich noch nie bei RUMS mitgemacht habe, mach' ich das heute einfach mal. Ist ja schließlich sowas wie ein lang gehegter Kleiderwunsch, den ich mir hier endlich erfüllt habe.

Habt ihr auch so einen Schnitt oder ein bestimmtes "Nähbedürfnis", das ihr so lange vor euch hergeschoben habt? Lasst doch mal hören...

Bis zum nächsten Mal!

22. Juni 2016

MMM mit Refashion: Kim Dress von By Hand London, Adieu!


Erinnert ihr euch noch an mein maritimes Kim Dress von By Hand London, das ich im letzten Jahr genäht habe?

Nein?

Na, dann zur Erinnerung:
Kim Dress von By Hand London @frauvau.blogspot.de
Schon damals war ich ja nicht 100% glücklich mit dem Oberteil, das trotz unendlich vieler Anpassungen nicht so richtig sitzen wollte.

Das Kleid wurde einige Male getragen und ich stehe immernoch uneingeschränkt auf den Gesamtlook mit Booten und Meer, aber auf Dauer fand ich doch den Gürtel zu rot und zu breit, die Träger zu weit auseinander, und insgesamt fand ich den sehr ärmellosen Look eher nicht so prickelnd. Kim wurde also nur mit einem Strickjäckchen drüber ausgeführt, was eigentlich schade ist.

Kürzlich habe ich dann in der Hoffnung, dass der Sommer doch noch zu uns kommt, beherzt zu Schere und Nahttrenner gegriffen.
Refashion: Bye Bye Kim Dress von By Hand London @frauvau.blogspot.de
Reißverschluss herausgetrennt, das Oberteil entfernt, dem Rockteil einen verkürzten Reißer und einen Bund verpasst.
Weil ich faul bin, wurde der Bund von innen nicht "ordentlich" angenäht,  sondern bekam ein knallrotes Schrägband verpasst und wurde mit dem Topstitching angetackert. Funktioniert, und von innen sehe ja nur ich es...
Refashion: Bye Bye Kim Dress von By Hand London @frauvau.blogspot.de
Am heutigen MeMadeMittwoch trage ich das refashioned Kim Dress (jetzt ja Kim Rock) mit meiner Belcarra Bluse Nummer drei - mein Dauerbrennerschnitt vom letzten Jahr und immernoch sehr beliebt.

Freut mich besonders: Der Rock "dreht" noch genauso gut wie das Kleid!
(Bin halt heimlich doch ein Mädchen...)
Refashion: Bye Bye Kim Dress von By Hand London @frauvau.blogspot.de
Wer mir auf Instagram über die Schulter schaut, weiß, dass ich an spontaner Oberteilschwäche leide und dringend ein paar "rockfähige" Blusen brauche. In Arbeit ist auch schon etwas, allerdings bin ich da noch im Nesselstadium, das dauert also noch etwas.
Ich darf schon verraten: Ein schicker Schnitt aus der Knip 4/16, wobei ich gerade noch an den Schulteranpassungen verzweifle (Schultern sind mein Lieblingskörperteil, wie es scheint).

Zusätzlich werde ich mir demnächst noch ein unkompliziertes T-Shirt gönnen, das auch ganz wunderbar dazu passt. Stoff ist schon geordert. Muss ja nicht immer nur die Bluse sein, nech?!

Dabei fällt mir ein: Was tragt IHR eigentlich so zum (weiten) Rock? Habt ihr ein Lieblingsschnittmuster oder seid ihr da eher schmerzfrei und nehmt das, was im Schrank gerade obenauf liegt?

Ich freu' mich wie Bolle, dass ich wieder da bin und gleich zum Sommeranfang auch wieder beim MeMadeMittwoch mitspielen darf!
Heute führt Tina Blogsberg in einem Urlaubsoutfit unsere kleine Parade der Nähnerds an, zu der ich euch gerne entlasse: [Bitte hier entlang zur Linkliste!]

Und... achja: Schön, dass ihr (noch) da seid!
Refashion: Bye Bye Kim Dress von By Hand London @frauvau.blogspot.de
Dafür gibt's nach der langen Pause sogar einen Knicks von mir (na, fast...) ;)

Habt es hübsch!

20. April 2016

MMM mit Punktpunktpunkt: Pam, die Zweite! (La Maison Victor)

Nein, das ist kein Déjà-vu und ihr seht auch nicht doppelt:
Das ist tatsächlich wieder eine Pam, und tatsächlich ist sie wieder gepunktet - allerdings waren das auch schon alle Gemeinsamkeiten, die die heutige Zweitauflage mit Version 1 gemeinsam hat.
Denn wie heißt es so schön: Bleibt alles anders!

Ich hatte es ja bei Version 1 der Bluse "Pam" schon erwähnt: Der Schnitt ist absolut simpel und gerade dadurch sehr vielseitig - sowas mag ich. Dass sie flott genäht ist, ist im Augenblick ein weiterer Pluspunkt. (Mehr zum Schnitt gibt's bei Version 1, wer mag...)
Bluse Pam aus der La Maison Victor am MeMadeMittwoch @frauvau.blogspot.de
Da meine erste "Pam"-Bluse wegen der kurzen Ärmel gerade noch im Schrank schlummern darf, habe ich mir in den letzten Tagen Wochen noch eine zweite genäht.
Diesmal mit langen Ärmeln, wie in der "La Maison Victor" ursprünglich auch vorgesehen.

Wieder: Punkte.
Erkennt man ein Muster? (schlechter Wortwitz beabsichtigt)
Ja, Punkte und Streifen sind "meins".
Und wenn sie so schön anthrazitgraufastschwarz auf hellstem Grau daherkommen, dann sowieso.
Bluse Pam aus der La Maison Victor am MeMadeMittwoch @frauvau.blogspot.de
Der leichte, opaque Stoff stammt von Stoff und Stil [dieser hier ist's] und ist dort als Kinderstoff deklariert.
Ich finde ihn auch für Erwachsene durchaus tragbar und habe heute auch mit der Bluse im Büro gesessen. 
Der Baumwoll-Voile ist nicht ganz so fließend wie die Viskose, die ich für Pam 1 benutzt habe, trägt sich aber dennoch sehr leicht und angenehm.
Leider knittert der Stoff sehr, man entschuldige also bitte die Tragefalten und Knitter, die zu sehen sind. Die Bilder sind heute halt einfach "aus dem Leben gegriffen"!

Damit es nicht langweilig wird und alles gleich aussieht, habe ich eine Knopfleiste in der vorderen Mitte eingebastelt.
Die Bindebänder und den Beleg habe ich logischerweise weggelassen und stattdessen den Halsausschnitt mit Schrägband eingefasst: Heraus kam eine sehr schlichte Bluse, die mir aber gerade wegen ihrer Schlichtheit wieder so gut gefällt.

Sowohl wegen ihrer Schlichtheit als auch wegen der Farben passt sie ganz toll in mein Core-Wardrobe-Schema - Woo-hoo!
Bluse Pam aus der La Maison Victor am MeMadeMittwoch @frauvau.blogspot.de
Nach längerer Suche haben sich sogar passende Knöpfe in der richtigen Größe gefunden:
Ein Hemd des Gatterichs, das leider viel zu früh von uns gehen musste, hat mit letzter Kraft einer Knopfspende zugestimmt.

Wie sich im Nachhinein herausstellt ist das ein seltsamer Zufall, denn gerade heute vertritt Burkhard (sozusagen "Herr BunteKleider") die durchaus noch unterrepräsentierte Gruppe "nähende Männer" als Gastblogger ganz hervorragend beim MeMadeMittwoch: Danke!

Auch die zweite Version von Pam darf nun zum Spielen auf den MeMadeMittwoch-Blog, wo sich wie jede Woche wieder tolle Frauen und Männer versammeln, um ihre selbstgenähten Kleidungsstücke im Alltag zu zeigen.
Mal ehrlich: Auf die Puppe hängen kann jede(r) seine Sachen, aber wir alle wissen, wie sehr sich ein erstes "passt und sitzt" nach einigen Tagen von einem "alltagstauglich und für gut befunden" unterscheiden kann.
Pam kann ich persönlich schonmal als echtes Basic-Teil mit Allround-Charakter jedem ans Herz legen: Getestet und für gut befunden!

Habt ihr auch solche absoluten Basic-Lieblinge? Solche, die so schlicht und einfach sind, dass es schon wieder genial ist?
Schnitte, die IHR aus eurem ALLTAG einfach nicht streichen könntet oder wollt? Lasst doch mal hören!

Bis zum nächsten Mal: Habt es hübsch!!!

7. April 2016

Dance of Robots: Fairisle Stricken, Teil 2.

Schon wieder zwei Wochen vorbei, nicht gebloggt, nicht gelesen, kaum genäht - Leben 1.0 tobt im Augenblick an fast allen Fronten und ist gerade einfach wichtiger.

Immerhin: Gestrickt wurde ein bisschen. 
Weil es neulich mit der Schafjacke für den Kurzen so gut geklappt hat, habe ich danach direkt ein neues Fairisle-Projekt angeschlagen: Dance of Robots von Soile Pyhänniska.
Eine finnische Anleitung, die allerdings dankenswerterweise bereits ins englische übersetzt wurde.
Obwohl ich Ausflüge in andere Sprachen nicht scheue, vereinfacht und beschleunigt das das Arbeiten doch sehr, muss ich zugeben.

Leider beinhaltet die Anleitung nur zwei Größen (in diesem Fall "zu groß" und "zu klein"), so dass ich über Maschenprobe und Nadelgröße eine Zwischengröße errechnet und gestrickt habe.
Jetzt haben wir "passt genau", und natürlich stellte sich pünktlich schönes Wetter und Sonnenschein ein. Die Strickgöttin lacht jetzt vermutlich irgendwo hämisch und reibt sich die Hände...

Der kleine Mitbewohner hat sich wie gewohnt das Garn selbst ausgesucht, und so landeten wir  nach Sichtung meiner Restekiste bei meiner (und meistens auch seiner) Lieblingsfarbe: Grün.

Verwendet wurde wie meistens Wollmeise Pure.
Einmal in der Wahnsinnsfarbe "Wasabi" (in der auch mein "Spring Leaves" gestrickt ist), und zwei grüne "Unglücksraben".
Letztere waren farblich zwar gleich, der eine hatte allerdings einen höheren Schwarzanteil, so dass sich die Ärmel bei genauerem Hinsehen deutlich vom Rest des Pullovers unterscheiden.
Nicht schlimm, denn: Das gehört so! (Jawohl! Widerstand ... äh, Widerspruch ist zwecklos!)

Die Musterbordüre sieht man auf einem früheren Instagram-Bild ganz gut, hier allerdings noch ungewaschen, man verzeihe mir also das noch etwas verzuppelte Maschenbild.
Von den Robotern war der Kurze von vorneherein begeistert, und auch die von mir unverschämterweise einfach eingefügten Streifen fand er "echt cool" (was für ein Kompliment von einem Fünfjährigen!).
Uff! Sonst hätte ich doch auf die letzten Zentimeter noch ribbeln müssen...
Auf dem Bild sieht es aus, als hätte der Kurze eine Wanne (für die Hochdeutschen: Einen Bauch) - neee, das ist tatsächlich der Pulli, der da so ein kleines bisschen blöde sitzt.
Leider fiel mir das erst beim Übertragen auf den PC auf, und neue Bilder wollte ich nicht unbedingt machen.
Mal ehrlich: Das ist nicht immer so einfach. Vor allem, wenn sooooo viel Ablenkung vorhanden ist und man ja eigentlich viel lieber spielen möchte!
Da stört die Mama mit der Knipse nur...!

Winzigkeit fertiggestellt: Check.
Blog gefüttert: Check.
Blogs lesen: Morgen fest eingeplant (Leute, ich lese via Bloglovin alles und schäme mich ganz doll, dass ich nichts gebacken kriege und dass ich via Handy schlicht zu faul zum Kommentieren bin!).

Damit gebe ich zurück ins Studio und zurück zu Leben 1.0 - habt es hübsch, ihr fleißigen Näh- und Strickbienen!

23. März 2016

MMM | Alltags-Edition mit Braid Hills und Rhonna-Shirt

Alltag.
Das heißt bei mir vor allem bei kühlem Wetter oft einfach nur Jeans und Bluse oder Shirt.
Kein Rüschüschü, keine Extras, keine auffälligen Teile.

Tauglich für die Arbeit, einen anschließenden Einkaufsmarathon, dem Kind hinterherrennen, zur Bücherei traben und im Zweifelsfall noch für ein bisschen Hausarbeit (zugegeben: letzteres vermeide ich  möglichst).
Alltag halt.

Und weil heute Me-Made-Mittwoch ist, gibt's hier ein kleines Stück davon.
MeMadeMittwoch, Alltagsedition: Braid Hills und ein beplottetes Shirt @frauvau.blogspot.de
Shirt: Schnödes Kaufshirt, mit dem Plotter und einem Design von Rhonna Designs gepimpt kurz vor dem letzten Urlaub [in diesem Beitrag schonmal ganz kurz gezeigt].
Der Vollständigkeit halber: Jeans: GAP. Schuhe: Converse.

Und weil es im Augenblick noch zu kalt für ein T-Shirt ist, trage ich eine Lieblingsstrickjacke drüber: Braid Hills in der todschicken Farbe "Frühling".
Natürlich immer in der Hoffnung, dass die Farbbezeichnung hier irgendwann auch wettermäßig Programm ist...
MeMadeMittwoch, Alltagsedition: Braid Hills und ein beplottetes Shirt @frauvau.blogspot.de
Braid Hills, die nach dem Strickmuster von Kate Davies entstandene Jacke, habe ich [in diesem Blogpost] ja schon einmal im Detail vorgestellt.
Immernoch trage ich sie gerne und häufig - ich liebe ja Grün, und das hier knallt mit schwarz so richtig schön! ♥

Damals waren beim Stricken einige Veränderungen notwendig, die ich in besagtem Posting auch fein säuberlich notiert habe. Irgendwann ist nämlich sicher eine Drittversion (die erste wurde ja geribbelt) fällig!
Zwischenzeitlich wurde das Strickmuster überarbeitet.
Ob in der überarbeiteten Version allerdings auf diese Probleme eingegangen wird, habe ich noch nicht kontrolliert. Allerdings gehe ich stark davon aus, wenn es beim Pattern-Update heißt, dass der "fit" verbessert wurde und mehr Tipps zur Anpassung gegeben werden.

Das war also mein MeMadeMittwoch in der schnöden Alltags-Edition.
Keine Rüschen, nichts Neues, kein doppelter Boden.
So, wie es im echten Leben eben manchmal ist. 

Noch mehr "echte Menschen" in selbstgemachter Kleidung gibt's für euch in der Linkliste des MeMadeMittwoch-Blogs, wo Nina (Kleidermanie) heute ein todschickes Mantelkleid zeigt - schaut doch mal rein!

Ich wünsche euch schon jetzt schöne Feiertage und ein friedliches Osterfest, ihr Lieben!